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Slapstick-Familienprogramm

Stummfilm ist nicht nur Slapstick, aber auch. In diesem Familien-Programm zeigen wir fünf kurze Komödien mit damaligen Stars wie Mabel Normand, Charlie Chaplin, Fatty Arbuckle, Buster Keaton, Charley Chase und Laurel & Hardy, darunter einige Raritäten. Damit auch Kinder, die noch nicht schnell lesen können, die Zwischentitel verstehen, werden diese live in Dialekt eingesprochen.

Gesamtdauer: 95 Min.

Programm

James W. Horne, Leo McCarey (USA 1929)

Stan und Ollie hausieren im sonnigen Kalifornien mit Christbäumen. Einer ihrer potenziellen Kunden reagiert unwirsch, als sie bei ihm klingeln. Es kommt zu einer fatalen Eskalation.
Leo McCarey inszenierte diesen Klassiker des rabiaten Slapsticks, in dem das von ihm geschaffene Komiker-Duo Stan Laurel (1890–1965) und Oliver Hardy (1892–1957) seiner Rachsucht und seinem Zerstörungstrieb freien Lauf lässt.


Drehbuch: Leo McCarey, H. M. Walker
Kamera: George Stevens
Schnitt: Richard C. Currier

Mit: Stan Laurel (Stan), Oliver Hardy (Ollie), James Finlayson (Hausbesitzer), Tiny Sandford (Polizist)

19 Min., sw, DCP, Stummfilm, e + d Zw'titel


Mabel Normand, Mack Sennett (USA 1914)

Mabel wartet im Hotel auf ihren Liebsten und wird von einem betrunkenen Landstreicher belästigt. Auf ihrer Flucht vor dem zudringlichen Verehrer gerät sie in Teufels Küche.
Mabel Normand (1892–1930) war nicht nur als Model und Schauspielerin erfolgreich, sie führte auch bei zahlreichen Filmen Regie, auch bei Mabel's Strange Predicament (1914). Darin hat Charlie Chaplin seinen zweiten Auftritt überhaupt in der Rolle des Tramps.


Drehbuch: Charles Chaplin, Henry Lehrman
Kamera: Hans F. Koenekamp, Frank D. Williams

Mit: Mabel Normand (Mabel), Charles Chaplin (Betrunkener), Chester Conklin (Ehemann), Alice Davenport (Ehefrau), Harry McCoy (Mabels Verführer)

12 Min., sw, DCP, Stummfilm, e + d Zw'titel


Roscoe «Fatty» Arbuckle (USA 1918)

Der betrunkene Fatty möchte in einem Lokal Schutz vor dem Unwetter suchen, aber der Besitzer lässt ihn nicht mehr herein. Als er endlich nach Hause kommt, hat seine Frau beschlossen, ihn in ein Sanatorium einzuweisen, um ihn von seiner Trunksucht zu kurieren. Da ihm der Chefarzt der Heilanstalt kein Vertrauen einflösst, versucht Fatty mit einer hübschen Patientin abzuhauen.
Von den Slapstick-Komikern der 1910er-Jahre konnte sich nur Charlie Chaplin in Sachen Ruhm mit Roscoe «Fatty» Arbuckle (1887–1933) messen. Er war ein gewaltiger Star, der auch als Entdecker von Buster Keaton in die Filmgeschichte einging. In Good Night, Nurse! (1918) ist Keaton noch nicht das «Stoneface» und zeigt als flirtender Chefarzt virtuoses Mienenspiel.


Drehbuch: Roscoe «Fatty» Arbuckle
Kamera: George Peters
Schnitt: Herbert Warren

Mit: Roscoe «Fatty» Arbuckle (Fatty), Buster Keaton (Dr. Hampton/Frau mit Schirm), Al St. John (Assistent des Chirurgen), Alice Lake (verrückte Frau)

23 Min., sw, DCP, Stummfilm, e + d Zw'titel


Leo McCarey (USA 1926)

Mr. Moose hat ein grausiges Gebiss, Mrs. Moose eine entstellende Nase. Beide lassen sich heimlich chirurgisch verschönern. Als sie sich begegnen, erkennen sie sich nicht, verlieben sich aber ineinander. Es droht ein doppelter Ehebruch, der keiner wäre.
Charley Chase (1893–1940) war bereits ein arrivierter Filmemacher, als Leo McCarey bei den Hal Roach Studios anheuerte. Chase wechselte vor die Kamera, und McCarey drehte mit ihm klassische Komödien über einen sympathischen Durchschnittsbürger, der in aussergewöhnliche Bredouillen gerät.


Drehbuch: H.M. Walker, Charley Chase
Kamera: Len Powers
Schnitt: Richard C. Currier

Mit: Charley Chase (Mr. Moose), Vivien Oakland (Mrs. Moose), Ann Howe (das Dienstmädchen der Mooses), Charles Clary (Zahnarzt), Gale Henry (Floradora)

22 Min., sw, DCP?, Stummfilm, e + d Zw'titel, ab 6/8


Edward F. Cline, Buster Keaton (USA 1921)

Buster heuert bei einer Schiessbude an und gibt sich gegenüber dem Besitzer als Meisterschütze aus. Der Mann ist Chef einer Gangsterbande, deren Mitglieder sich mit einem kuriosen Handzeichen identifizieren. Er befiehlt Buster, den Geizkragen Nicklenurser umzubringen. Aber Nicklenurser und seine Tochter haben soeben Buster als Leibwächter engagiert.
Buster Keaton (1895–1966) drehte The «High Sign» 1921 als ersten Kurzfilm in Eigenregie. Veröffentlicht hat er ihn aber erst später, vermutlich weil er mit der Gestaltung seines Stils und seiner Figur noch nicht zufrieden war. Auch deshalb war der Film eher selten zu sehen, obschon er höchst unterhaltsam ist.


Drehbuch: Edward F. Cline, Buster Keaton
Kamera: Elgin Lessley

Mit: Buster Keaton (unser Held), Bartine Burkett (Miss Nickelnurser), Charles Dorety (Gangmitglied), Ingram B. Pickett (Tiny Tim)

19 Min., sw, DCP, Stummfilm, e + d Zw'titel

Spieldaten


Vergangene Vorstellungen:
Sa.,
25.1.2020
15:00
Stummfilme mit André Desponds am Flügel)