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Fante-Anne
Rasmus Breistein (Norwegen 1920)

«Fante-Anne ist der erste norwegische Spielfilm, der in einem ausgeprägt norwegischen Milieu spielt, und der erste norwegische Film, der auf einem literarischen Werk beruht. Die Geschichte ist ein archetypisches Beispiel für norwegische Bauernerzählungen, die oft von der Liebe über Klassen- und Wohlstandsgrenzen hinweg handeln. (...) Es ist auch eine Geschichte über eine Frau, die sich gegen ihr Schicksal auflehnt, gefährliche Entscheidungen trifft und sich von Tradition und Autorität nicht einschüchtern lässt. (...) Als erster norwegischer Heimatfilm wurde Fante-Anne zum Ausgangspunkt für eine wichtige Genre-Tradition in der norwegischen Filmgeschichte.» (Bent Kvalvik, Giornate del cinema muto, Pordenone 2017)
«Der Film, einer der wichtigsten Spielfilme der norwegischen Filmgeschichte, ist ein kraftvolles Melodrama über die Erfahrung, in der traditionellen Gesellschaft anders zu sein, und darüber, wie zentral Ethnizität und Herkunftsfragen in der traditionellen und der modernen norwegischen Gesellschaft sind. (...) Auch wenn die Geschichte von Anne auf dem Land spielt und sich die Hauptthemen des Films um das traditionelle ländliche Leben drehen, sind seine Anliegen modern.» (Gunnar Iversen, kosmorama.org)
«Fante-Anne is the first Norwegian feature film set in a distinctly Norwegian milieu, and the first Norwegian film adapted from a literary work. The story is an archetypal instance of Norwegian peasant tales, which often deal with love across boundaries of class and wealth. (...) It is also a story about a woman who rebels against her fate, makes dangerous choices, and remains undaunted by tradition and authority. (...) As the first Norwegian romantic national film, Fante-Anne became the starting point for an important genre tradition in Norwegian film history.» (Bent Kvalvik, Giornate del cinema muto, Pordenone 2017)
«The film, one of the most important feature films in Norwegian film history, is a powerful melodrama about the experience of being different in traditional society and how ethnicity and questions of origin are at the heart of both traditional and modern Norwegian society. (…) Even though the story of Anne takes place in the countryside, and the main themes in the film revolve around traditional rural life, its concerns are modern.» (Gunnar Iversen, www.kosmorama.org)

Drehbuch: Rasmus Breistein, nach dem Roman von Kristofer Janson
Kamera: Gunnar Nilsen-Vig

Mit: Aasta Nielsen (Anne), Einar Tveito (Jon, ein Knecht), Lars Tvinde (Haldor), Johanne Bruhn (seine Mutter), Dagmar Myhrvold (Annes Mutter), Henny Skjønberg (Jons Mutter), Edvard Drabløs (Richter), Kristine Ullmo (Margit Moen)

75 Min., tinted, DCP, Stummfilm, norweg + e Zw'titel

Vorfilm

Victor Sjöström (Schweden 1915)

«Die kürzlich erfolgte Entdeckung einer Nitrokopie aus dem Schweizer Verleih im französischen Archiv in Bois d’Arcy ist geradezu sensationell. Nicht nur wurde ein verlorener Film eines der grössten Regisseure der Stummfilmzeit gefunden, (...) Der Judaslohn ist auch ein bemerkenswertes Werk. Es zeigt einen Arbeitslosen, der für seine kranke Frau und sein Kind sorgen möchte. Gleich die erste Einstellung, eine Fahrt durch das Fenster in die Behausung der Hauptfigur, zeigt einen Regisseur, der ein hohes Mass an Beherrschung der Filmsprache erreicht hat, und der Film ist reich an optisch ähnlich starken Bildern.» (Jon Wengström/Laurent Bismuth, Giornate del cinema muto, Pordenone 2018)

Drehbuch: Axel Frische
Kamera: Julius Jaenzon

Mit: Egil Eide (Blom, Arbeiter), John Ekman (Holk, Bloms Freund), Kaja Eide Norena (Frau Blom), Stina Berg (Milchverkäuferin), Gabriel Alw (Beamter)

38 Min., sw, DCP, Stummfilm, schwed + d Zw'titel

Spieldaten


Vergangene Vorstellungen:
Di.,
14.1.2020
18:15
Stummfilme mit Martin Christ am Flügel)