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Arrietty – Die wundersame Welt der Borger
(Kari-gurashi no Arietti)
Hiromasa Yonebayashi (Japan 2010)

Niemals dürfen Menschen die Winzlinge zu Gesicht bekommen, die unter den Holzdielen eines Hauses in einem Vorort von Tokio ihre eigene Welt aufgebaut haben. Titelheldin Arrietty, bloss ein paar Zentimeter klein, ist ein abenteuerlustiges, knapp 14-jähriges Mädchen, das sich seine Haare keck mit einer Wäscheklammer zusammensteckt. Sie gehört mit ihren Eltern zu den Letzten ihrer Art, den Borgern. Deren Name kommt daher, dass sie sich von den Menschen alles, was sie zum Leben benötigen, «borgen»: ein Stück Würfelzucker etwa, eine Stecknadel, die Arrietty als Degen braucht, oder doppelseitiges Klebeband, das ihnen wie Steigeisen beim Klettern hilft. Von der Existenz dieser heimlichen Untermieter weiss niemand, doch gibt es Menschen, die überzeugt sind, dass es sie gibt. Dazu gehört auch die Familie von Sho, einem 12-jährigen herzkranken Jungen, der in das Haus seiner Grosstante einzieht, um Ruhe für eine anstehende Operation zu finden. Als Arrietty ihren Vater zum ersten Mal auf seiner nächtlichen Borger-Expedition begleitet, blickt sie plötzlich in die Augen von Sho. Verängstigt flieht das Borger-Mädchen – doch schon bald freundet es sich mit dem Jungen an.
Mit lebensechten Figuren und wunderbar detaillierten Hintergrundzeichnungen erschafft Hiromasa Yonebayashi in seinem Regiedebüt eine fantastische Welt, in der auch Themen wie Krankheit und Heimatverlust nicht ausgeblendet werden. Yonebayashi, der bereits seit den neunziger Jahren bei dem von Altmeister Hayao Miyazaki gegründeten Studio Ghibli als Animator tätig war, zeigt mit Arrietty, dass er die Ghibli-Kunst, die Welt bis ins kleinste Detail zu beleben, souverän beherrscht: Sein poetisch-melancholischer Anime über die unmögliche Freundschaft zweier Kinder ist ein visuelles Meisterwerk, das Klein wie Gross berührt. (th)

Altersfreigabe:
Zutritt ab 6 Jahren, empfohlen ab 8. Begleitung durch Erwachsene generell empfohlen.

Kinderfilm-Workshop
Im Anschluss an die Vorstellungen vom 14. und 21.9. bietet die Filmwissenschaftlerin Julia Breddermann einen Film-Workshop an (ca. 45 Min., gratis, keine Voranmeldung nötig). Die Kinder erleben eine Entdeckungsreise durch die Welt der Filmsprache und werden an einzelne Szenen und Themen des Films herangeführt.

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Drehbuch: Hayao Miyazaki, Reiko Niwa, nach «The Borrowers» von Mary Norton
Kamera: Atsushi Okui
Musik: Cécile Corbel
Schnitt: Rie Matsuhara

Mit: Soraya Richter (Arrietty), Julius Jellinek (Spiller), Maximilian Artajo (Sho), Monica Bielenstein (Sadako Maki), Beate Gerlach (Haru), Heide Bartholomäus (Homily), Bernd Vollbrecht (Pod)

94 Min., Farbe, Digital HD, D, ab 6/8 J

Spieldaten
Sa.,
21.9.2019
15:00
anschl. Film-Workshop für Kinder mit Julia Breddermann (ca. 45 Min.)


Vergangene Vorstellungen:
Sa.,
14.9.2019
15:00
anschl. Film-Workshop für Kinder mit Julia Breddermann (ca. 45 Min.) )