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Frankenstein
James Whale (USA 1931)

«Ein schlichter, solider, beeindruckend stilvoller Film, der (etwas zu Unrecht) im Schatten der nachfolgenden Explosion von Whales Witz im rauschhaften Bride of Frankenstein steht. Karloff bietet eine der grössten schauspielerischen Leistungen aller Zeiten als Monster, dessen Wandel von Liebenswürdigkeit zu eiskalter Mordlust sich nur in seinen klaren Augen spiegelt. Der geniale Einfall des Films besteht darin, das ‹Heranwachsen› des Monsters in allzu menschlichen Begriffen zu zeigen. Zuerst ist es das unschuldige Baby, das nach Sonnenstrahlen hascht, die durchs Dachfenster fallen. Dann ist es das fröhliche Kind, das spielerisch Blumen in den Teich wirft, zusammen mit einem kleinen Mädchen, das von ihm verzückt für eine weitere Blume gehalten wird. Und schliesslich, als es mehr und mehr missverstanden wird von der Gesellschaft, die es erschaffen hat, wird es zum brutalen Mörder, ebenjenem Stereotyp, das man ihm angehängt hat. Der Film ist in Whales Werk einzigartig, weil das Grauen hier durchwegs ernst in Szene gesetzt wird, und er hat eine sonderbare märchenhafte Schönheit an sich, die kein anderer Film erreichte, bis Cocteau La belle et la bête drehte.» (Tom Milne, Time Out Film Guide)

Drehbuch: Garrett Fort, Francis Edward Faragoh, John Balderston, Robert Florey, nach dem Roman von Mary Wollstonecraft Shelley
Kamera: Arthur Edeson
Musik: David Broekman
Schnitt: Maurice Pivar, Clarence Kolster

Mit: Boris Karloff (das Monster), Colin Clive (Henry Frankenstein), Mae Clarke (Elisabeth, seine Verlobte), John Boles (Viktor), Edward Van Sloan (Dr. Waldmann), Dwight Frye (Fritz)

70 Min., sw, DCP, E/d

Vorfilm

J. Searle Dawley (USA 1910)

«Die erste Verfilmung des Romans von Mary Shelley ist eine Edison-Produktion von 1910. Das Originalnegativ ist leider einige Jahre später verbrannt, und heute existiert nur noch eine einzige Kopie von Frankenstein. (...) Die Kopien dieser Kopie sind leider in schlechtem Zustand, aber sie lassen uns immerhin erkennen, dass dieser Film für seine Zeit recht ausgeklügelt war. Der Film ist dem Roman treu, mit einem eher mystischen Schluss. Im Unterschied zu den späteren Fassungen wird hier Frankensteins Monster von Grund auf erschaffen, in einem Kessel. Dawley verwendet dafür Aufnahmen einer verbrennenden und zerfallenden Puppe und lässt diese rückwärtslaufen, was recht überzeugend wirkt. Das Monster ist ziemlich gelungen und sieht grotesk und schrecklich aus. (...) Die höchst aufwendige Maske des Monsters war das Werk seines Darstellers, Charles Ogle, eines Bühnenschauspielers. Der Film weist bewusst keine allzu schockierenden Szenen und keinen Mord auf, um eine möglichst grosse Verbreitung zu erlauben. So wurde Frankenstein zum Publikumserfolg, einem der grössten Hits der Edison Studios. Mehr als jedes andere Werk kennzeichnete er auch die Geburt eines neuen Genres: des Gruselfilms.» (L’œil sur l’écran, films.blog.lemonde.fr, 9.4.2012)
Gezeigt wird eine Version, die im Rahmen der Activités culturelles der Universität Genf digital bearbeitet worden ist.


Drehbuch: J. Searle Dawley, nach dem Roman von Mary Shelley
Musik: Nicolas Hafner

Mit: Mary Fuller (Elizabeth (ungenannt)), Charles Ogle (das Monster (ungenannt)), Augustus Phillips (Frankenstein (ungenannt))

14 Min., tinted, Digital HD, stumm, m. e+d Zw'titel

Spieldaten


Vergangene Vorstellungen:
Di.,
1.1.2019
18:15
Sa.,
5.1.2019
20:45
Mi.,
23.1.2019
20:45
So.,
27.1.2019
15:00