«Edward Yangs meisterhafte Darstellung des Heranwachsens im Taiwan der frühen 60er-Jahre ist visuell so elegant wie seine vorangegangenen Filme Taipei Story und The Terrorizer und episch so gewaltig wie Hou Hsiao-hsiens Film Stadt der Trauer, der von Yang produziert wurde. An der Oberfläche geht es um die Verwicklung eines Jungen in Bandenrivalitäten (...) und um seine erste Liebeserfahrung. Auf einer tieferen Ebene aber handelt der Film von einer Übergangsgesellschaft auf der Suche nach ihrer Identität, während sie sich von Rotchina immer weiter entfernt und der Amerikanisierung immer mehr zuneigt. Vom gemessenen Rhythmus des Films lasse man sich keinesfalls beirren, denn der dabei angesammelte Reichtum an Details verdichtet sich und verleiht dem Finale eine überwältigende, schockierende Kraft.» (Geoff Andrew, Timeout, Sep 2012)
Drehbuch: Hung Hung, Lai Ming-tang, Alex Yang Shun-qing, Edward Yang
Kamera: Chang Hui-kung, Li Long-yu
Musik: Zhan Hong-da
Schnitt: Chen Bo-wen
Mit: Chang Chen (Xiao Si'r, «Little Four»), Lisa Yang (Ming), Chang Kuo-chu (Xiaos Vater), Elaine Jin (Xiaos Mutter), Wang Chuan (Xiaos ältere Schwester), Chang Han (Lao Er, älterer Bruder), Wong Chi-zan (Wang Mao, «Cat»), Lawrence Ko («Airplane»), Tan Chih-kang (Ma), Lin Hong-ming («Honey»), Chiang Hsiu-chiung (mittlere Schwester), Lai Fan-yun (jüngste Schwester)
237 Min., Farbe, DCP, Mand+Taiw+Shangh/e