Ein junger Esel wird von den beiden Kindern Marie und Jacques auf den Namen Balthazar getauft. Später wird er verkauft und muss als stumme Kreatur jahrelang jede Qual erdulden. Nach Stationen als Spielgefährte, Lastesel und Zirkusattraktion wird er schliesslich von Schmugglern benutzt. Leid erfährt auch Marie, die von ihrem Liebhaber Gérard misshandelt wird. Diese elliptische Geschichte über den Niedergang zweier Unschuldiger wird auf wunderbare Weise zu einer Abhandlung über das Menschsein und zu einer Allegorie über christliches Leiden und Transzendenz. (Filmpodium) «Ein Katalog der bewussten und unbewussten Grausamkeiten, die Menschen einander und anderen Kreaturen antun. Die entmutigenden Ereignisse werden dabei mit melancholischem Gleichmut verzeichnet, was Au hasard Balthazar seltsamerweise zu einem der schönsten, berührendsten Mysterienspiele der Filmgeschichte macht. (…) In Balthazars leeren Augen, auf die die Kamera immer wieder blickt, scheint sich auf unergründliche Weise die Traurigkeit der Welt zu spiegeln.» (Christoph Huber, Österreichisches Filmmuseum)
Drehbuch: Robert Bresson
Kamera: Ghislain Cloquet
Musik: Jean Wiener, Franz Schubert
Schnitt: Raymond Lamy
Mit: Anne Wiazemsky (Marie), Walter Green (Jacques), François Lafarge (Gérard), Philippe Asselin (Maries Vater, Lehrer), Nathalie Joyaut (Maries Mutter), Jean-Claude Guilbert (Arnold), Pierre Klossowski (Kaufmann), Jean-Joël Barbier (Priester), François Sullerot (Bäcker), Marie-Claire Fremont (Frau des Bäckers), Jean Rémignard (Notar), Jacques Sorbets (Polizeioffizier)
95 Min., sw, DCP, F/e