Auf einem abgelegenen Landgut im Nachkriegsengland lebt Constance Chatterley mit ihrem Mann Clifford, der aus dem Krieg körperlich gelähmt zurückgekehrt ist. Die Ehe ist emotional und körperlich leer – Constance vereinsamt zunehmend. Dann beginnt sie eine körperlich intensive Liebesbeziehung mit dem Wildhüter des Guts. Der Film erkundet Körper, Begehren und Natur in ruhigen, sinnlichen Bildern. Mit Vivian Sobchacks Filmphänomenologie lässt sich Lady Chatterley als Kino der Verkörperung verstehen, in dem Begehren nicht dargestellt, sondern erfahrbar gemacht wird. Der Film erzeugt Bedeutung nicht durch Symbolik oder Narration, sondern durch die sinnliche Kopräsenz von Film und Zuschauer:in: kein Objekt, das wir ansehen, sondern ein verkörpertes Wahrnehmungsgeschehen. (lwa)
Drehbuch: Pierre Trividic, Roger Bohbot
Kamera: Julien Hirsch
Musik: Béatrice Thiriet
Schnitt: Mathilde Muyard, Yann Dedet
Mit: Marina Hands ( Lady Chatterley), Jean-Louis Coulloc’h (Parkin), Hippolyte Girardot (Clifford), Hélène Alexandridis ( Mrs. Bolton), Hélène Fillières (Hilda), Bernard Verley (Sir Malcolm), Sava Lolov (Tommy Dukes)
168 Min., Farbe, 35 mm, F/d