Die Informatikerin Emmy Coer interessiert sich für die historische Figur Ada Lovelace, eine britische Mathematikerin und Pionierin der Computerprogrammierung, die im 19. Jahrhundert gelebt hat. Emmy entwickelt eine Informationstechnologie, mit deren Hilfe sie mit Ada in der Vergangenheit kommunizieren kann. Dabei erfährt sie mehr über Adas Kämpfe, insbesondere über die gesellschaftlichen Beschränkungen, denen sie als Frau in der viktorianischen Zeit ausgesetzt war. Im Verlauf des Films verschmelzen die Ebenen von Vergangenheit und Gegenwart: Emmy erwägt, Ada in die heutige Zeit zu befördern. Am Ende ist Emmys ungeborene Tochter mit Aspekten von Adas Bewusstsein verbunden, worauf sich der doppeldeutige Titel bezieht. Conceiving Ada kann als Reflexion digitaler Technologie gelesen werden. (lwa)
Drehbuch: Lynn Hershman-Leeson, Eileen Jones
Kamera: Bill Zarchy
Musik: The Residents
Schnitt: Robert Dalva
Mit: Tilda Swinton (Ada Lovelace), Francesca Faridany (Emmy Coer), Timothy Leary (Sims), Karen Black (Lady Byron), John OʼKeefe (Charles Babbage), Owen Murphy (William Lovelace), Esther Mulligan (Mary Shelley), John Perry Barlow (John Crosse)
85 Min., Farbe, 35 mm, E/d