«I tried to tell so many stories with this film! It’s like condensing a discourse of hundreds of pages into seconds.» Mortu Nega, so der Originaltitel, zeigt die Geschichte einer Frau, Diminga, die sich entscheidet, dem Kampf um Unabhängigkeit beizutreten, um ihre Freiheit zu erlangen. Zugleich macht sie sich auf eine jahrelange und vergebliche Suche nach ihrem Ehemann Cabral. Im Film trägt sie anstelle von Nahrung Tabak mit sich, den sie mit den Menschen teilt. Ein kleines Detail, das für den intimen Umgang mit den Widrigkeiten des dekolonialen Kampfes steht. Diminga kehrt am Ende in ihr Dorf zurück, um das Land zu bestellen – ihr Kampf scheint verloren, ist es jedoch nicht. «The story’s as intimate as the scent of tobacco.» («The vultures circulate everywhere», Flora Gomes im Interview mit Ela Bittencourt, Metrograph, Jun 2022) (lwa)
Drehbuch: Flora Gomes, Manuel Rambout Barcelos, David Lang
Kamera: Dominique Gentil
Musik: Djanun Dabo, Sidonio Pais Quaresma
Schnitt: Christiane Lack
Mit: Bia Gomes (Diminga), Tunu Eugenio Almada (Sako), Mamadu Uri Balde (Sanabaio), MʼMake Nhasse (Lebeth)
92 Min., Farbe, DCP, OV/e