Neun Leben hat die Katze von Ula Stöckl gilt als einer der ersten explizit feministischen Filme des Neuen Deutschen Films. Es geht darin um zwei Frauen – Katherina und ihre französische Freundin Anne – die im München des Sommers 1967 ihre Zeit miteinander teilen, spazieren gehen, tanzen und Cafés besuchen. Der Film setzt auf die Gespräche und Alltagsbeobachtungen der Frauen, lässt sie über Arbeit, Beziehungen und Sexualität reflektieren. Sowohl inhaltlich als auch formal bricht er mit patriarchalen Filmtraditionen: Die offene, fragmentarische Erzählweise und der dokumentarische Ton passen zur feministischen Suche nach neuen Formen, die nicht den eingeübten Erzählmustern folgen. Mit der Ankunft der Französin Anne erreichen dabei auch Stilelemente der französischen Nouvelle Vague die BRD. (lwa)
Drehbuch: Ula Stöckl
Kamera: Dietrich Lohmann
Musik: Manfred Eicher
Schnitt: Wolfgang Schacht
Mit: Liane Hielscher (Katharina), Kristine de Loup (Anne), Jürgen Arndt (Stefan), Elke Kummer, Heidi Stroh, Alexander Kaempfe
91 Min., Farbe, DCP, D