Truffauts Film zeigt die Dreharbeiten zu einem fiktiven Spielfilm, in dem es um Pamela und ihre Liebesgeschichten geht. Er begleitet das Filmteam, fokussiert die privaten Krisen der Schauspieler:innen und stellt unvorhergesehene Ereignisse des Drehalltags in den Mittel-punkt. Vom Casting der richtigen Katze bis hin zur komplexen Konstruktion eines Leuchters wird dabei deutlich, was es alles braucht, um eine filmische Illusion herzustellen. Der Titel Die amerikanische Nacht bezieht sich entsprechend auf einen technischen Trick aus der Filmproduktion: Es wird am Tag gedreht, was vermeintlich nachts stattfindet. Filmtheoretisch heisst das, Kino ist eine Kunstform, die ihren Vermittlungsoperationen zwischen Reali-tät und Illusion permanent reflektiert. (lwa)
Drehbuch: Jean-Louis Richard, Suzanne Schiffman, François Truffaut
Kamera: Pierre-William Glenn
Musik: Georges Delerue
Schnitt: Martine Barraqué, Yann Dedet
Mit: François Truffaut (Ferrand, der Regisseur), Jean-Pierre Léaud (Alphonse), Jacqueline Bisset (Julie Baker), Valentina Cortese (Séverine), Jean-Pierre Aumont (Alexandre), Jean Champion (Bertrand, der Produzent), Nathalie Baye (Joëlle), Alexandra Stewart (Stacey), Dani (Liliane), Niké Arrighi (Odile), Graham Greene (engl. Versicherungsmakler)
116 Min., Farbe, 35 mm, F+E/d