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Quer durch den Olivenhain
(Zire darakhatan zeyton)
Abbas Kiarostami (Iran/Frankreich 1994)

Quer durch den Olivenhain erzählt von Dreharbeiten in einem Dorf im Nordiran. Im Mittelpunkt steht der junge Hossein, der versucht, die zurückhaltende Tahereh für sich zu gewinnen. Die Handlung entfaltet sich beiläufig, beobachtend und kommt ohne grosse Dramatisierung aus. Im Zentrum der mehrschichtigen Erzählung stehen die Lebensrealität der Dorfbewohner, die von Laien verkörpert werden. Der Fokus liegt auf ihrer Alltagswirklichkeit. Kiarostamis Handschrift ist dabei deutlich erkennbar: die formale Strenge eines hybriden Realismus. Es handelt sich um ein paradigmatisches Beispiel für modernes, selbstreflexives Autorenkino, in dem Fiktion und Film-im-Film-Struktur ineinander übergehen. Kino reflektiert hier seine eigenen Bedingungen und stellt die Frage, wie Realität im Film konstruiert wird. (lwa)

Drehbuch: Abbas Kiarostami
Kamera: Hossein Djafarian, Farhad Saba
Musik: Domenico Cimarosa (Conc. C 4. Allegro Giusto)
Schnitt: Abbas Kiarostami

Mit: Mohamed Ali Keshavarz (Regisseur), Farhad Kheradmand (Farhad), Zarifeh Shiva (Mrs. Shiva), Hossein Rezai (Hossein), Tahereh Ladanian (Tahereh), Hocine Redai (Hocine), Nasret Betri (Achiz), Azim Aziz Nia (Azim)

103 Min., Farbe, DCP, Farsi/e

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