«Wenders [kehrt] mit einem Film über Ganz’ ehemaligen Engelspartner Cassiel (Otto Sander), der sich ebenfalls zur Menschheit hingezogen fühlt, in ein nun vereintes Berlin zurück (Ganz übernimmt nun eine Nebenrolle). Während Himmel über Berlin sich auf eine Liebegeschichte konzentrierte, geht es hier mehr um himmlische und irdische Intrigen, da Cassiel sich mit seinem (möglicherweise) dämonischen Gegenpart Emit Flesti (Willem Dafoe) auseinandersetzt und mit der Familie eines deutsch-amerikanischen Schwarzmarkthändlers (Horst Buchholz) anlegt, dessen Nazi-Vater am Ende des Zweiten Weltkriegs aus der Stadt geflohen ist.» (Irish Film Institute)
«Sechs Jahre nach Himmel über Berlin dreht Wim Wenders In weiter Ferne, so nah! in einer sich verändernden Stadt. Bruno Ganz liefert als Mensch gewordener Engel singend Pizzas aus, sein ehemaliger Engelfreund Cassiel wird auch Mensch, aber ohne Glück. Der Film sucht das Leben der beiden Engel auf Erden und mündet in der Poesie auf einem Flusskahn, der an Jean Vigos ‹Atalante› erinnert und alles sanft aus-klingen lässt.» (Walter Ruggle)
Drehbuch: Wim Wenders, Ulrich Zieger, Richard Reitinger
Kamera: Jürgen Jürges
Musik: Laurent Petitgand, Graeme Revell (ungenannt)
Schnitt: Peter Przygodda
Mit: Otto Sander (Cassiel), Bruno Ganz (Damiel), Horst Buchholz (Tony Baker), Nastassja Kinski (Raphaela), Heinz Rühmann (Konrad), Solveig Dommartin (Marion), Willem Dafoe (Emit Flesti), Lou Reed (Lou Reed), Michail Gorbatschow (Michail Gorbatschow), Rüdiger Vogler (Phillip Winter)
146 Min., Farbe + sw, DCP, OV/d