«Im Hafen von Lissabon: Ein Schiffsingenieur (Bruno Ganz) gibt seine Heuer auf einem modernen Containerschiff auf. In einer kleinen Pension nimmt er sich ein Zimmer und verbringt die meiste Zeit mit ziellosen Streifzügen durch die malerischen Gassen. Seine Lebenskrise dokumentiert er in Super-8-‹Filmbriefen› zuhanden seiner Frau (Julia Vonderlinn), die in der Schweiz lebt. Eine kurze, leidenschaftliche Liebe verbindet ihn mit der Pensionsangestellten Rosa (Teresa Madruga), die jedoch eines Tages spurlos verschwindet.» (SRF 1985)
«Lissabon, spontanes Kino, aus dem Moment heraus entstehend, ohne Drehbuch, sechs Wochen Drehzeit: Bruno Ganz lässt sich auf das Experiment mit dem von ihm hochgeschätzten Genfer Alain Tanner ein, der seinerseits diesen Film nur mit ihm drehen wollte. Was ihn fasziniert und was er nur von wenigen Rollen her kennt, ist die absolute Offenheit, mit der ein Autor an seine Erzählung gehen kann, bei der das Drehen selber Teil des Schreibens und Entwickelns der Handlung und der Figur ist.» (Walter Ruggle)
Drehbuch: Alain Tanner
Kamera: Acácio de Almeida
Musik: Jean-Luc Barbier
Schnitt: Laurent Uhler
Mit: Bruno Ganz (Paul), Teresa Madruga (Rosa), Julia Vonderlinn (Elisa, Pauls Frau), José Carvalho (Chef), Francisco Baiao (Dieb mit dem Messer), Victor Costa (Wirt)
108 Min., Farbe, DCP, E+D+Port+F/d