WIM WENDERS ZU GAST IM FILMPODIUM!
Wim Wenders erinnert an Bruno Ganz
Für Wim Wenders gibt es keinen zweiten Schauspieler wie Bruno Ganz. Keinen, der genauso überzeugend einen Schutzengel wie das absolut Böse darstellen konnte. Anlässlich der Ganz gewidmeten Gedenkveranstaltungen ist Wenders im Filmpodium zu Gast und spricht anschliessend an Der amerikanische Freund in einem Q&A über seine Zusammenarbeit mit dem grossen Schauspieler, den er für seine Freiheit und Furchtlosigkeit bewunderte.
Der amerikanische Freund
«Der Handwerker Jonathan lebt mit seiner Familie in Hamburg, wo er eine kleine Werkstatt hat, in der er Bilder herstellt. Eines Tages taucht ein Franzose bei ihm auf, der ihm ein unglaubliches Angebot unterbreitet: Für 250’000 Mark soll er nach Paris reisen, um dort einen Mafioso zu ermorden. Steckt hinter diesem Auftrag möglicherweise Jonathans neuer Bekannter, der enigmatische Tom Ripley? Immerhin ist dieser in Geschäfte mit gefälschten Gemälden verwickelt. Jonathan nimmt den Auftrag an, weil er mit dem Geld eine medizinische Behandlung seiner schweren Erkrankung finanzieren will.» (filmportal.de)
«Die erste Figur, die Bruno Ganz für Wim Wenders verkörperte, ist die des vermeintlich tödlich erkrankten Rahmenbauers, der das Angebot bekommt, mit zwei Morden noch etwas Geld für Frau und Kind zu verdienen. Dennis Hopper ist mit von der Partie, neben Sam Fuller, Nicholas Ray und Daniel Schmid. Die freie Highsmith-Verfilmung geniesst Kultstatus und ist auch eine liebevolle Hommage ans Kino.» (Walter Ruggle)
Drehbuch: Wim Wenders, nach dem Roman «Ripleyʼs Game» von Patricia Highsmith
Kamera: Robby Müller
Musik: Jürgen Knieper
Schnitt: Peter Przygodda
Mit: Bruno Ganz (Jonathan Zimmermann), Dennis Hopper (Tom Ripley), Lisa Kreuzer (Marianne Zimmermann), Gérard Blain (Raoul Minot), Nicholas Ray (Derwatt), Lou Castel (Rodolphe), Samuel Fuller (der Amerikaner), Daniel Schmid (Igraham), Jean Eustache (freundlicher Mann), Peter Lilienthal (Marcangelo)
124 Min., Farbe, DCP, OV/d, ab 14 Jahren