«Lino Brockas Manila in the Claws of Light erzählt die Geschichte von Julio, einem jungen Fischer aus der ländlichen Inselprovinz Marinduque, der nach Manila reist, um seine geliebte Ligaya Paraiso zu suchen, die von ihrer Nachbarin, Frau Cruz, für ein Studium nach Manila gelockt wurde. Doch Ligaya ist im Schlund der Stadt verschwunden. Julios verzweifelte Suche führt ihn durch die Unterwelt Manilas – von den Baustellen in Binondo (wo er als Handlanger schuftet), über beengte Pensionen und verfallene Kinos bis hin zu Rotlichtvierteln. Während er sich durch die Stadt bewegt, führen ihn andere Migranten, Atong und Pol, durch die Arbeiterviertel Manilas und helfen ihm, Überlebensnetzwerke aufzubauen.» (Tito Ramos Quiling Jr., senseseofcinema.com, Okt 2025)
Von nationalen und internationalen Stimmen allgemein als bedeutendster philippinischer Film aller Zeiten bezeichnet, entwirft Maynila ein schonungsloses Bild einer Stadt im Griff des Autoritarismus. Drei Jahre nach der Ausrufung des Kriegsrechts entstanden, deckt dieses von Noir-Elementen geprägte Werk das Schreckensbild eines korrumpierten und korrumpierenden Manilas auf, das somit ein Gegenbild zur von Imelda Marcos propagierten utopisch-idealistischen «City of Man» zeichnet. (tb)
Drehbuch: Clodualdo del Mundo Jr., nach dem Roman «In the Claws of Brightness» von Edgardo M. Reyes
Mit: Hilda Koronel (Ligaya Paraiso), Bembol Roco (Julio Madiaga), Lou Salvador Jr. (Atong), Tommy Abuel (Pol), Jojo Abella (Bobby)
126 Min., Farbe, DCP, OV/e