«Ein durchdringender Schrei führt uns in eine Penthouse-Wohnung. Dort beobachten wir, wie Brandon (John Dall) und Phillip (Farley Granger) ihren Freund David erwürgen. Die beiden glauben, dass sie aufgrund ihrer sozialen und akademischen Überlegenheit mit dem Verbrechen davonkommen werden, und verstecken Davids Leiche selbstbewusst in einer Holzkiste, um die herum eine Party stattfinden soll. Doch ihre kühle Fassade bröckelt, als ihr College-Professor (James Stewart) beginnt, ihnen Fragen zu stellen. (…) Mit Rope warf Hitchcock alle Regeln über Bord und schuf eine neue Blaupause für zukünftige Filmemacher:innen. Der Film bot so viele Neuheiten (u. a. kaschierte er alle erkennbaren Schnitte), dass Hollywood begann, den gesamten Prozess der Filmproduktion grundlegend infrage zu stellen. Rope ist eine erstaunliche Leistung der Filmtechnik – ein wegweisendes Werk, das Hitchcocks akribisches Streben nach Authentizität und seine Fähigkeit, eine ganze Kunstform neu zu definieren, demonstrierte.» (Jen Grimble, Little White Lies, 29.4.2016)
Drehbuch: Arthur Laurents, Hume Cronyn, Ben Hecht, nach dem Theaterstück «Ropeʼs End» von Patrick Hamilton
Kamera: Joseph Valentine, William V. Skall
Musik: Leo F. Forbstein, Francis Poulenc, David Buttolph
Schnitt: William Ziegler
Mit: James Stewart (Rupert Cadell), John Dall (Brandon Shaw), Farley Granger (Phillip Morgan), Dick Hogan (David Kentley), Joan Chandler (Janet Walker), Cedric Hardwicke (Sir Cedric Kentley), Constance Collier (Mrs. Atwater), Edith Evanson (Mrs. Wilson), Douglas Dick (Kenneth Lawrence), Alfred Hitchcock (Mann auf der Strasse)
81 Min., sw, 35 mm, E/d/f