«Nach der gelungenen Zusammenarbeit bei The Man Who Knew Too Much kann Hitchcock Peter Lorre ein weiteres Mal nach England holen, auch wenn dieser mittlerweile einen Vertrag in Hollywood unterschrieben hat. – Im Ersten Weltkrieg wird der britische Geheimagent Ashenden (John Gielgud) auf einen deutschen Spionagering angesetzt, der von der Schweiz aus operiert. Ihn unterstützen dabei die vor Gewalt zurückschreckende Elsa (Madeleine Carroll), die seine Gattin spielen soll, und der mordlustige ‹General›, angeblich Mexikaner – was einen Lorre mit schwarzen Locken, Schnauzbart, langem Messer und undefinierbarem Akzent zur Folge hat: ‹Indessen ist Secret Agent bereits ein typischer, durch ironische Brechungen spezieller Art in die grosse Zukunft des Meisters weisender Hitchcock-Thriller: Nachdem der ‹General› zunächst einen falschen Mann ins Hochgebirge gelockt und dort ins Jenseits befördert hat, spürt er den wirklichen Spion, wir sind schliesslich in der Schweiz, in einer Schokoladenfabrik auf› (Peter Nau).» (Frederik Lang, Zeughauskino Berlin, Aug 2018)
Drehbuch: Charles Bennett, Alma Reville, Ian Hay, Jesse Lasky Jr., nach den Erzählungen «Ashenden» von William Somerset Maugham
Kamera: Bernard Knowles
Musik: Louis Levy, Hubert Bath
Schnitt: Charles Frend
Mit: John Gielgud (Richard Ashenden/Brodie), Madeleine Carroll (Elsa Carrington), Peter Lorre (der General), Robert Young (Robert Marvin), Percy Marmont (Caypor), Florence Kahn (Mrs. Caypor), Lilli Palmer (Lilli), Charles Carson («R»), Tom Helmore (Capt. Anderson)
87 Min., sw, 35 mm, E/d/f