«Eine junge Frau aus einfachen Verhältnissen (Joan Fontaine) heiratet den verwitweten Adligen Maxim de Winter (Laurence Olivier) und zieht mit ihm auf dessen Landsitz Manderley. Bald wird die frischgebackene Schlossherrin vom übermächtigen Schatten der verstorbenen ersten Ehefrau ihres Mannes bedroht – und sie erfährt, dass Maxim als Mörder seiner Gattin verdächtigt wird.» (Lexikon des int. Films)
«Rebecca, Hitchcocks erster Hollywoodfilm, ist ein rauschhaftes Melodram von Dämmerung, Angst und Hoffnung. Die Geschichte eines Paares wird in doppelter und unheimlicher Weise zur Dreiecksbeziehung, in das Aschenbrödelmärchen schiebt sich als drohender Schatten die dunkle Präsenz einer Schlossarchitektur: die Geschichte des entrückt und abgeschieden erscheinenden Hauses Manderley. (…) Rebecca ist ein Geister- und Horrorfilm über die Macht einer Toten über die Lebenden. Was macht aus ihm ein Hitchcock-Suspense-Drama? Die Entschiedenheit, mit der das Objektiv der Kamera in alternierendem Rhythmus erstens Joan Fontaine im Schloss Manderley und zweitens Manderley aus der Perspektive von Fontaines Auge zeigt. Die Sicht auf eine Person. Das Sehen aus ihrer Sicht. Blickwechsel. Ein Schwindelgefühl, (…) 18 Jahre vor Vertigo.» (Harry Tomicek, Österreichisches Filmmuseum)
Drehbuch: Robert E. Sherwood, Joan Harrison, nach dem Roman von Daphne du Maurier
Kamera: George Barnes
Musik: Franz Waxman
Schnitt: Hal C. Kern, James E. Newcom, W. Donn Hayes
Mit: Joan Fontaine (Mrs. de Winter), Laurence Olivier (Maxim de Winter), George Sanders (Jack Favell), Judith Anderson (Mrs. Danvers, die Haushälterin), Gladys Cooper (Beatrice Lacey), Nigel Bruce (Major Giles Lacey), Reginald Denny (Frank Crawley), C. Aubrey Smith (Oberst Julyan), Florence Bates (Edythe Van Hopper), Leonard Carey (Ben), Alfred Hitchcock (Passant bei Telefonzelle)
131 Min., sw, 35 mm, E/d/f