Wegen einer Lawine wird der Balkanexpress aufgehalten, die Reisenden müssen in einem überfüllten Gasthof in einem abgelegenen Städtchen übernachten. Dort lernt die junge Iris (Margaret Lockwood) die nette ältere Dame Miss Froy (Dame May Whitty) kennen und besteigt mit ihr am nächsten Morgen gemeinsam den Zug. Iris nickt kurz ein, danach ist die alte Dame verschwunden – als Iris nach ihr sucht, halten die übrigen Fahrgäste ihre Geschichte für ein Hirngespinst. (Filmpodium)
«Neben einer rasanten Handlung und perfektem Casting samt grösstem Komiker-Duo des britischen Kinos (Basil Radford und Naunton Wayne) erhält diese Thriller-Komödie eine besondere Dringlichkeit durch die schwierigen Zeiten, in der sie entstanden ist. (…) Der Film wurde im Frühjahr 1938 gedreht, wenige Monate vor dem Münchner Abkommen, bei dem Neville Chamberlains fehlgeleitete Appeasement-Politik ihren Höhepunkt erreichte. Die Protagonist:innen des Films sind wie Passagier:innen auf einem Narrenschiff voller britischer Clowns, die mitten durch ein feindliches Europa treiben, (…) einer Welt am Rande des Krieges. The Lady Vanishes war Hitchcocks vorletzter Film im Vorkriegs-Britannien und sein bis dahin grösster Kritiker- und Kassenerfolg.» (Philip French, The Guardian, 24.7.2012)
Drehbuch: Sidney Gilliat, Alma Reville, Frank Launder, nach dem Roman von Ethel Lina White
Kamera: Jack E. Cox
Musik: Louis Levy, Charles Williams
Schnitt: R. E. Dearing
Mit: Margaret Lockwood (Iris Henderson), Michael Redgrave (Gilbert Redman), Dame May Whitty (Miss Froy), Paul Lukas (Dr. Hartz), Cecil Parker (Eric Todhunter), Linden Travers (Margaret Todhunter), Naunton Wayne (Mr. Caldicott), Basil Radford (Mr. Charters), Mary Clare (Baronin), Emile Boreo (Hoteldirektor), Catherine Lacy (Nonne), Alfred Hitchcock (Mann mit Zigarette in Victoria Station)
97 Min., sw, DCP, E/d