«Traue keinem Kinobetreiber! Karl Anton Verloc (Oskar Homolka) ist, wenn er sich nicht um sein Londoner Lichtspieltheater kümmert, Teil einer Terrororganisation. Zunächst legt er nur das Stromnetz lahm, aber er plant weitaus Schlimmeres, nämlich einen Bombenanschlag. Die Sprengladung setzt sich auch tatsächlich in Bewegung – allerdings auf andere Art, als sich Verloc das ausgedacht hatte. In einem seiner besten britischen Filme zieht Alfred Hitchcock alle Register des Spannungskinos. Insbesondere die Bus-Szene ist als perfektes Beispiel filmischer Suspense berühmt geworden. Heute kann man sich den Film kaum ansehen, ohne ihn mit aktuellen Terrorbildern aus den Fernsehnachrichten abzugleichen. Dabei hatten sich Hitchcock und sein Drehbuchautor Charles Bennett alle Mühe gegeben, den Stoff zu entpolitisieren. Die Hauptfigur bleibt nicht nur ideologisch opak, sie wurde auch umbenannt; in Conrads Vorlage trug sie den Vornamen Adolf.» (Lukas Foerster, Zeughauskino Berlin, Mai 2017)
Drehbuch: Charles Bennett, Jesse Lasky, Ian Hay, Helen Simpson, nach dem Roman «The Secret Agent» von Joseph Conrad
Kamera: Bernard Knowles
Musik: Louis Levy, Hubert Bath, Jack Beaver
Schnitt: Charles Frend
Mit: Sylvia Sidney (Sylvia Verloc), Oskar Homolka (Karl Anton Verloc), Desmond Tester (Stevie, Sylvias Bruder), John Loder (Ted Spence, der Kriminalbeamte), Joyce Barbour (Renee), Matthew Boulton (Talbot, der Inspektor), S. J. Warmington (Hollingshead), William Dewhurst (Prof. A. F. Chatman), Alfred Hitchcock (Mann, der an Kino vorbeigeht)
77 Min., sw, 35 mm, E/d