«In einem Akt der Notwehr tötet Alice (Anny Ondra) einen Mann, der sie sexuell bedrängt. Ihr Geliebter, Inspektor Frank Webber (John Longden), versucht, die Tat zu vertuschen. Doch der Kleinganove Tracy hat beobachtet, wie Alice den Tatort verliess, und sieht nun die Gelegenheit, Geld zu erpressen.» (Filmpodium)
Blackmail nimmt als Hitchcocks letzter Stummfilm und erster Tonfilm eine einzigartige hybride Position in seinem Werk und der Filmgeschichte ein: Zunächst als Stummfilm begonnen, wurde er auf Wunsch des Produzenten John Maxwell zum ersten britischen Tonfilm umgestaltet – mittels aufwendiger Nachdrehs, bei denen die deutsch-tschechische Hauptdarstellerin Anny Ondra aufgrund ihres Akzents von Joan Barry live am Set synchronisiert wurde. Hitchcock zeigte sich schnell als Meister des neuen Mediums und ergänzte die visuelle Imposanz seiner Filmsprache mit einer trickreichen und innovativen Tonverwendung – beispielsweise, wenn das Wort «knife» förmlich aus dem Geplapper von Alices Nachbarin heraussticht. (lf)
Drehbuch: Alfred Hitchcock, Benn W. Levy, Charles Bennett, nach einem Theaterstück von Charles Bennett
Kamera: Jack E. Cox
Schnitt: Emile de Ruelle
Mit: Anny Ondra (Alice White), Sara Allgood (Mrs. White), Charles Paton (Mr. White), John Longden (Frank Webber), Donald Calthrop (Tracy), Cyril Ritchard (Mr. Crewe, der Künstler), Hannah Jones (Mrs. Humphries, die Vermieterin), Harvey Braban (Oberinspektor), Alfred Hitchcock (Zeitung lesender Mann in U-Bahn)
85 Min., sw, DCP, E/d