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Alphaville, une étrange aventure de Lemmy Caution
Jean-Luc Godard (Frankreich/Italien 1965)

«Spezialagent Lemmy Caution (Eddie Constantine) begibt sich in die totalitäre Metropole Alphaville, um einen verloren gegangenen Kollegen ausfindig zu machen und zurück zum Hauptquartier zu schleusen. Als Journalist namens Ivan Johnson getarnt, der angeblich für die ‹Figaro-Pravda› schreibt, dringt Lemmy mehr und mehr in den befremdlichen Organismus der Stadt ein: Es gibt hier keine Gefühlsbekundungen mehr, kein Mensch lacht, Kommunikation reduziert sich auf hohle Formeln, das Wort ‹Warum› ist unbekannt. Seine Bemühungen werden durch die Aktivitäten des Supercomputers ‹Alpha 60› und durch die Begegnung mit der schönen, doch willenlos gewordenen Professorentochter Natascha (Anna Karina) unterlaufen. In einem titanischen Kraftakt gelingt es Lemmy, den zombifizierenden Computer kurzzuschliessen und Natascha zu befreien. Sichtbar im Paris der Mittsechziger-Jahre gedreht, mit schlichten Ventilatoren, Rücklichtern und Lüftungsschlitzen als Science-Fiction-Accessoires, verstösst Alphaville gegen alle Regeln des Genres. Gleichzeitig haben nur wenige Filme einen solch vehementen, dabei sehr unterschwelligen Einfluss auf die populäre Kultur ausgeübt wie Godards Pionierarbeit aus dem Jahre 1965. Ein zeitloses Meisterwerk.» (Claus Löser, Zeughauskino Berlin, 2013)

«Einer der unterhaltsamsten Filme Godards, eine schillernde Mischung aus Film noir und Science-Fiction, in der der knallharte Gangster Lemmy Caution zum intergalaktischen Agenten wird, um die Legende von Orpheus und Eurydike nachzuspielen. (…) Wie Antonionis Il deserto rosso thematisiert Godard die Entfremdung in einer technologischen Gesellschaft, aber seine wilde Verbindung von der Poesie der Legende und der Respektlosigkeit eines Comicstrips führt den Film in völlig eigenwillige Bereiche. Erstaunlich ist nicht zuletzt die Art und Weise, wie Raoul Coutards Kamera das heutige Paris in eine eisig entmenschlichte Stadt der Zukunft verwandelt.» (Tom Milne, Time Out London)

Drehbuch: Jean-Luc Godard
Kamera: Raoul Coutard
Musik: Paul Misraki
Schnitt: Agnès Guillemot

Mit: Eddie Constantine (Lemmy Caution), Anna Karina (Natascha von Braun), Akim Tamiroff (Henri Dickson), László Szabó (Chefingenieur, ungenannt), Howard Vernon (Prof. von Braun, ungenannt), Michel Delahaye (von Brauns Assistent, ungenannt), Jean-André Fieschi (Prof. Heckell, ungenannt), Jean-Louis Comolli (Prof. Jeckell, ungenannt), Jean-Pierre Léaud (Kellner, ungenannt)

98 Min., sw, DCP, F/d

Spieldaten


Vergangene Vorstellungen:
Sa.,
18.5.2024
20:45
Fr.,
24.5.2024
15:00
Sa.,
1.6.2024
18:30