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Eaux profondes
Michel Deville (Frankreich 1981)

English review

Der reife, wohlhabende Victor sieht zu, wie seine jüngere Frau Mélanie mit strammen Burschen tanzt und tändelt. Offenbar ist er nicht eifersüchtig, aber er behauptet, dass er den Tod eines ihrer ehemaligen Liebhaber verursacht habe. Als ein weiterer Verehrer Mélanies unter fragwürdigen Umständen ertrinkt, halten auch andere Victor für einen Mörder.
Michel Deville, Spezialist für elegant-schwarzhumorige Krimis um Begierde und Betrug, inszeniert Highsmiths «Deep Water» mit Jean-Louis Trintignant als wölfisch grinsendem Schachspieler und Schneckenfreund und Isabelle Huppert als fleischgewordener Versuchung, deren puppenhaftes Äusseres trügt. Der Schluss ist im Film für einmal weniger konventionell als im Roman – aber durchaus Highsmith-mässig. (mb)
«Isabelle Huppert und Jean-Louis Trintignant hatten zuvor noch nie zusammengearbeitet und entwickelten sofort eine Komplizenschaft, die für die Glaubwürdigkeit des Films unabdingbar war. Ausserdem mag ich intuitive Schauspieler, die meine Andeutungen verstehen. Bei ihnen sind keine langen Erklärungen oder Proben nötig. Ich habe darauf geachtet, ihren spontanen Ausdruck auf der Stelle einzufangen.» (Michel Deville, Interview mit Le Figaro, 1981)

Drehbuch: Christopher Franck, Florence Delay, Michel Deville, nach dem Roman «Deep Water» von Patricia Highsmith
Kamera: Claude Lecomte
Schnitt: Raymonde Guyot

Mit: Isabelle Huppert (Mélanie), Jean-Louis Trintignant (Victor Allen), Sandrine Kliajic (Marion), Éric Frey (Denis Miller), Christian Benedetti (Carlo Canelli), Bruce Myers (Cameron), Bertrand Bonvoisin (Robert Carpentier), Jean-Luc Moreau (Joël), Robin Renucci (Ralph)

94 Min., Farbe, DCP, F

Spieldaten


Vergangene Vorstellungen:
Do.,
22.7.2021
15:00