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Le mépris
Jean-Luc Godard (Frankreich/Italien 1963)

«Die junge Camille empfindet für ihren Ehemann Paul zunehmend Verachtung, als dieser sich, von Geldsorgen getrieben, einem amerikanischen Produzenten als Script-Doctor andient und Fritz Langs «Odyssee»-Film erfolgsträchtig umschreiben soll. Ja, auch sie findet das Geld nützlich; nein, sie denkt nicht, dass er sich und seine kreativen Ideen verkauft; stets aber ist diese Verachtung da, die sie ihm nicht zu erklären vermag.» (Filmpodium, Jul./Aug. 2013)
Der Film ist Godards erster grosser Studiofilm und keine gute Erfahrung für ihn. Der amerikanische Produzent Joe Levine bestand darauf, für sein Geld Nacktszenen von Brigitte Bardot zu bekommen. Nach grossen Streitereien drehte Godard zusätzliche Szenen zum bereits fertigen Film. So entstand u. a. der heute berühmte Anfangsdialog zwischen Bardot und Piccoli, mit dem Godard das Verlangte einlöst, aber es gleichzeitig reflektiert und so seine Integrität bewahrt.
«J’aime beaucoup le cinémascope. – Ce n’est pas fait pour des hommes. C’est fait pour des serpents ou les enterrements.» (pm)

Drehbuch: Jean-Luc Godard, nach dem Roman von Alberto Moravia
Kamera: Raoul Coutard
Musik: Georges Delerue
Schnitt: Agnès Guillemot, Lila Lakshmanan

Mit: Brigitte Bardot (Camille Javal), Michel Piccoli (Paul Javal, der Schriftsteller), Jack Palance (Jeremy Prokosch, der Produzent), Giorgia Moll (Francesca Vanini), Fritz Lang (Regisseur), Jean-Luc Godard (Langs Regieassistent/Erzähler), Raoul Coutard (Kameramann), Linda Veras (Sirene)

103 Min., Farbe, DCP, F/d

Spieldaten


Vergangene Vorstellungen:
Fr.,
4.12.2020
20:45