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Die Büchse der Pandora
Georg Wilhelm Pabst (Deutschland 1928)

English text below

«Frank Wedekinds Dramen vom Aufstieg und Untergang der Tänzerin Lulu, die den Männern, denen sie begegnet, den Tod bringt, bis sie schliesslich selbst das Opfer des geheimnisvollen Mörders Jack the Ripper wird, sind von Pabst in einem Film zusammengefasst worden. (...) Er hat seinen Film ganz auf zwei Wirkungsmöglichkeiten gestellt: auf expressive Grossaufnahmen und auf atmosphärische Bildimpressionen.» (Reclams Filmführer)
«Louise Brooks, eine grosse – nahezu unpersönliche – Schönheit, die in der Flapper-Ära stilprägend wirkte und deren glattes Haar und Pony auf der ganzen Welt nachgeahmt wurde (...), verliess 1928 Hollywood auf dem Höhepunkt ihrer Karriere und ging nach Deutschland für die Rolle ihres Lebens. (...) In Sachen schiere erotische Dynamik sind die Szenen hinter den Kulissen am Premierenabend einer Show, in der Lulu auftritt, unerreicht. (...) Wie sie sich durch dieses Chiaroscuro bewegt, scheint Louise Brooks mit ihrem aufrechten Rücken und ihren starken Schultern eine eigene Form von Sexualität zu haben – vorbewusst und doch intuitiv allwissend. Sie wirkt wie eine kühle, schöne, unschuldig tödliche Katze, von der keiner die Finger lassen kann.» (Pauline Kael, 5001 Nights at the Movies, Marion Boyars 1993)
«Die gefeierte Schauspielerin, die im selben Jahr mit Pabst Tagebuch einer Verlorenen drehen sollte, bietet in der Hauptrolle eine Meisterleistung. Ihre Leinwandpräsenz geht weit über ihre Schönheit hinaus, und der Eindruck von Naivität, den sie in die Rolle einbringt, wird durch ihre Wildheit wettgemacht, und beides verschmilzt in Lulus Annahme, dass sie ihr Schicksal selbst bestimmen kann. Von Verspieltheit bis zur Verzweiflung beherrscht sie jede Szene. Pabst verleiht ihrer Haut eine Leuchtkraft, die in spektakulärem Kontrast zu seinen pechschwarzen Schatten steht, und die von Gottlieb Hesch entworfenen ikonischen Kostüme beeinflussen die Mode bis heute.» (Jennie Kermode, eyeforfilm.co.uk, 31.5.2018)

"Louise Brooks, a great – almost impersonal – beauty who set styles in the flapper period, and whose straight hair and bangs were imitated all over the world (...) left Hollywood in 1928 at the height of her career and went to Germany for the role of a lifetime. (...) For sheer erotic dynamism, the backstage scenes on the opening night of a show Lulu is in have never been equalled. (...) Moving through the chiaroscuro, Louise Brooks, with her straight back and strong shoulders, seems to have her own form of sexuality – preconscious yet intuitively all-knowing. She's like a cool, beautiful, innocently deadly cat that people can't keep their hands off." (Pauline Kael, 5001 Nights at the Movies, Marion Boyars 1993)
"The celebrated actress – who would go on to make Diary of a Lost Girl with Pabst later the same year – delivers a tour de force in the lead role. She has a screen presence that goes far beyond her beauty and the sense of naivety she brings to the role is equalled by her fierceness, the two merging in Lulu's assumption that she can command her own fate. From playfulness to desolation, she dominates every scene. Pabst gives her skin a luminosity that contrasts spectacularly with his inky black shadows, and the iconic costumes designed by Gottlieb Hesch continue to influence fashion to this day." (Jennie Kermode, eyeforfilm.co.uk, 31 May 2018)

Drehbuch: Ladislaus Vajda, nach den Theaterstücken «Erdgeist» und «Die Büchse der Pandora» von Frank Wedekind
Kamera: Günther Krampf

Mit: Louise Brooks (Lulu), Fritz Kortner (Dr. Peter Schön), Gustav Diessl (Jack the Ripper), Franz Lederer (Alva Schön), Carl Goetz (Schigolch), Krafft-Raschig (Rodrigo Quast), Alice Roberts (Gräfin Geschwitz), Siegfried Arno (der Inspizient), Daisy d'Ora (Dr. Schöns Verlobte), Michael von Newlinsky (Marquis Casti-Piani)

134 Min., sw, DCP, Stummfilm, d Zw'titel/e

Spieldaten
Fr.,
13.11.2020
20:45
Stummfilm mit André Desponds am Piano