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La crise
Coline Serreau (Frankreich/Italien 1992)

«Victor verliert am selben Tag seine Frau und seinen Job als Anwalt. Niemand um ihn herum scheint sich um sein Schicksal zu kümmern. Das einzige offene Ohr, das er findet, ist das von Michou, einem Obdachlosen, den er in einem Café kennengelernt hat und der ihm bald auf der Tasche liegt.» (allocine.fr)
«Wie ein guter Wein ist La crise, Coline Serreaus brillantes Sittenbild, über die Jahre besser geworden. (…) Mit der Figur von Victor schiesst Serreau mit einer Präzision auf unsere Gesellschaft, wie sie im Kino selten anzutreffen ist. Nichts aus den 90ern bleibt uns erspart (…). Unter den bunten Figuren ragt Michou (Patrick Timsit) heraus, der zurückgebliebene Obdachlose mit dem grossen Herzen, und Coline Serreau attackiert das beschränkte und prätentiöse Leben der sogenannten ‹wohlmeinenden› Leute mit Bravour und kommunikativer Energie. Viel mehr noch als ein Film ist La crise ein Blitzableiter, der es uns erlaubt, loszulassen und über unsere Gesellschaft zu lachen, was heute eine Meisterleistung ist.» (senscritique.com, 17.3.2015)

Coline Serreau (*1947) absolvierte zuerst eine Zirkusschule und dann ein Praktikum an der Comédie-Française, bevor sie 1983 ihr erstes Drehbuch verfasste. Den internationalen Durchbruch erlebte sie 1985 mit 3 hommes et un couffin; weitere Erfolgsfilme folgten mit den gesellschaftskritischen Komödien Romuald et Juliette (1989), La crise (1992) und Chaos (2001). 1996 trat sie in ihrem Öko-Sci-Fi-Film La belle verte selber auf, als Extraterrestrische, die eine von Konsumwut und Verschwendung gebeutelte Erde besucht. Auch später widmete sie sich ökologischen Themen, etwa im Dokumentarfilm Solutions locales pour un désordre global (2010). 2003 realisierte sie 18 ans après, das Sequel zu 3 hommes et un couffin.

Drehbuch: Coline Serreau
Kamera: Robert Alazraki
Musik: Sonia Wieder-Atherton
Schnitt: Catherine Renault

Mit: Vincent Lindon (Victor), Patrick Timsit (Michou), Zabou (Isabelle, Victors Schwester), Maria Pacôme (Victors Mutter), Yves Robert (Victors Vater), Annick Alane (Mamie), Gilles Privat (Laurent), Michèle Laroque (Martine), Christian Benedetti (Paul), Jacques Frantz (Monsieur Borin), Nicole Jamet (Madame Borin)

95 Min., Farbe, 35 mm, F/d

Spieldaten


Vergangene Vorstellungen:
Sa.,
4.7.2020
18:15
Mo.,
13.7.2020
21:00
Fr.,
17.7.2020
15:00