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Camille redouble
Noémie Lvovsky (Frankreich 2012)

In Camilles Leben steht gerade nichts zum Besten, als sie an einem Silvesterabend in Ohnmacht und in einer schwindelerregenden Zeitreise in die Pubertät zurückfällt.
«Willkommen in den 80ern: Camille hat ihren Körperbau und ihr erwachsenes Bewusstsein bewahrt, aber sie ist die Einzige, die das weiss. Alle um sie herum sehen sie als das Kind, das sie nicht mehr ist: ihre Eltern, die sie drängen, mehr fürs Lycée zu lernen, ihre überdrehten Freundinnen, ihre langweiligen Lehrer und ... Éric, die grosse Liebe ihres Lebens, der Mann, von dem sie sich heute trennen will, mit dem aber ein Vierteljahrhundert vorher noch nichts passiert ist. Wird Camille ihren Lebensweg umkehren? Wird sie es vermeiden können, die Fehler zu wiederholen, von denen sie weiss, dass sie sie gemacht hat? (…) Wenn auch Camille redouble mit seinen Anachronismen und heftigen zeitlichen Manipulationen auf jeden Fall eine Komödie ist (und noch dazu eine ausgezeichnete Komödie), so hat der Film nichts von einem regressiven Scherz oder einer Aneinanderreihung nostalgischer Vignetten. (…) Die Titelrolle in diesem sehr persönlichen Film, dem Gegenteil einer weinerlichen Autofiktion, konnte wahrscheinlich nur von seiner Autorin selbst verkörpert werden. Camille wiederholt ein Schuljahr, aber im französischen Kino hat Noémie Lvovsky gerade mehrere Klassen gleichzeitig übersprungen.» (Olivier De Bruyn, Le Nouvel Observateur, 17.11.2016)

Noémie Lvovsky (*1964) absolvierte eine Drehbuchausbildung an der FEMIS und realisierte verschiedene Kurzfilme, bevor ihr erster langer Spielfilm Oublie-moi 1993 grosse Beachtung fand und sie für ihren Zweitling La vie ne me fait pas peur 1999 am Filmfestival von Locarno mit einem Silbernen Leoparden ausgezeichnet wurde. Als Schauspielerin debütierte sie 2001 in Yvan Attals Ma femme est une actrice; Camille redouble, ihr fünfter Film als Regisseurin, ist zugleich der erste eigene Film, in dem sie selber auftritt.

Drehbuch: Noémie Lvovsky, Maud Ameline, Pierre-Oliver Mattei, Florence Seyvos
Kamera: Jean-Marc Fabre
Musik: Joseph Dahan, Gaëtan Roussel
Schnitt: Annette Dutertre, Michel Klochendler

Mit: Noémie Lvovsky (Camille Vaillant), Samir Guesmi (Éric), Judith Chemla (Josepha), India Hair (Alice), Julia Faure (Louise), Yolande Moreau (Camilles Mutter), Michel Vuillermoz (Camilles Vater), Denis Podalydès (Alphonse Da Costa), Jean-Pierre Léaud (Monsieur Dupont), Vincent Lacoste (Vincent), Micha Lescot (Theaterleiter), Anne Alvaro (Englischlehrerin), Mathieu Amalric (Französischlehrer), Riad Sattouf (Regisseur)

115 Min., Farbe, Digital HD, F/e

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