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Diabolo menthe
Diane Kurys (Frankreich 1977)

«September 1963, Schulbeginn nach den Sommerferien für Anne, 13, und ihre Schwester Frédérique, 15. Sie träumen von Freiheit, und ihr Leben, wie auch die Welt um sie herum, ist am Überschäumen.
Zwischen einer überforderten Mutter, einem ungeschickten Vater, den ersten Flirts und der nächsten Party zieht Anne heimlich Strumpfhosen an und sammelt schlechte Noten. Mit einem Transistor am Ohr entdeckt Frédérique die Politik und die Jungen, und die Lehrer um sie herum sind streng oder hysterisch.
Wir sind in den 60er-Jahren, aber die Adoleszenz währt ewig, und Erwachsene verstehen ganz entschieden nichts davon.» (allocine.fr)
«Der sympathische, überzeugende Erstlingsfilm ist zugleich ein Stück Zeitgeschichte. Mit Charme, Humor und Sinn für politische und gesellschaftliche Zusammenhänge fängt er den Alltag junger Leute realistisch ein.» (Lexikon des int. Films)

Diane Kurys (*1948) begann ihre Karriere als Theaterschauspielerin; 1976 trat sie in einer kleinen Rolle in Il Casanova di Federico Fellini auf. Ihre Regiekarriere begann 1977 mit dem autobiografisch geprägten Diabolo menthe, bei dem sie auch für das Drehbuch zeichnete; der Film war ein grosser Publikumserfolg und wurde mit dem Prix Louis Delluc ausgezeichnet. Weitere autobiografische Filme folgten, etwa Coup de foudre über eine Frauenbeziehung in den 1950er-Jahren. Nach mehreren Filmen über turbulente Paarbeziehungen realisierte sie 2003 mit Je reste! eine Komödie mit Sophie Marceau. 2007 folgte ihr Biopic Sagan mit Sylvie Testud als Françoise Sagan.

Drehbuch: Diane Kurys
Kamera: Philippe Rousselot
Musik: Yves Simon
Schnitt: Joële Van Effenterre

Mit: Eléonore Klarwein (Anne Weber), Odile Michel (Frédérique Weber), Anouk Ferjac (Madame Weber), Michel Puterflam (Monsieur Weber), Yves Rénier (Philippe), Robert Rimbaud (Monsieur Cazeau), Marie Véronique Maurin (Muriel), Corinne Dacla (Pascale), Coralie Clément (Perrine), Valérie Stano (Martine), Jacqueline Doyen (Mlle. Petitbon), Anne Guillard (Sylvie), Véronique Vernon (Evelyne), Tsilla Chelton (Schulleiterin), Françoise Bertin (Französischlehrerin), Dominique Lavanant (Mathematiklehrerin), Marthe Villalonga (Englischlehrerin), Dora Doll (Sportlehrerin)

101 Min., Farbe, DCP, F/e

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