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La fiancée du pirate
Nelly Kaplan (Frankreich 1969)

Nach dem Tod ihrer Mutter, die im Dorf als Aussenseiterin diskriminiert wurde, beschliesst Marie, als schlaue Verführerin «ihre Emanzipation voranzutreiben und der Macht anderer über sie ihre eigene Machtentfaltung entgegenzusetzen. (...) Ein feministischer Film insofern, als er männliche (und kleinbürgerliche) Unterdrückungsmechanismen blossstellt und ein neues, die Unterdrückung sprengendes Frauenbild präsentiert. Zwar ist die Handlung betont fantastisch, ein triumphaler Befreiungstraum, die Grundsituation doppelter Moral und Ausbeutung jedoch real genug, um das Bedürfnis nach neuen Verhaltensformen zu entzünden.» (Buchers Enzyklopädie des Films, Verlag C. J. Bucher, 1977)
«Eine ironische und wohltuend freche Fabel.» (Dictionnaire des films Larousse)
«Die von Bernadette Lafont mit Sinnlichkeit und Humor verkörperte Figur brachte 1969 einen frischen Wind in das etwas selbstzufrieden schnurrende französische Kino. Als Anführerin einer Revolte gegen die etablierte Ordnung und die Scheinheiligkeit der bürgerlichen Sitten verkörpert die Heldin eine (damals gewagte) Erotik, die zum Nährboden einer fröhlichen Anarchie wird. Die Notablen, von gut gewählten Nebendarstellern bemerkenswert skizziert, sind die schwarzen Schafe in dieser ironischen und wohltuend frechen Fabel.» (Dictionnaire des films Larousse)

Nelly Kaplan (*1936) kam 1953 aus Buenos Aires nach Paris. Dank einem Empfehlungsschreiben des Direktors des argentinischen Filmarchivs hatte sie Zugang zur Cinémathèque française und wurde durch Vermittlung von Henri Langlois Assistentin von Abel Gance. Bei ihm lernte sie das Filmhandwerk und realisierte mehrere Filme über Kunst. Für ihren ersten Spielfilm, La fiancée du pirate (1969), wurde sie in Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet.

Drehbuch: Nelly Kaplan, Claude Makovski
Kamera: Jean Badal
Musik: Georges Moustaki
Schnitt: Gérard Pollicand, Nelly Kaplan, Noëlle Boisson

Mit: Bernadette Lafont (Marie), Georges Géret (Gaston Duvalier), Michel Constantin (André), Julien Guiomar (Le Duc), Jean Parédès (Monsieur Paul, genannt La Tisane), Francis Lax (Emile), Claire Maurier (Irène), Louis Malle (Jésus)

107 Min., Farbe, DCP, F/e

Spieldaten


Vergangene Vorstellungen:
Mi.,
15.7.2020
15:00
Di.,
21.7.2020
18:00
Mo.,
27.7.2020
21:15