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Les coquelicots sur les murs
(Lulkuqe mbi mure)
Dhimitër Anagnosti (Albanien 1976)

Albanien während der italienischen Besetzung. Die Kinder eines Waisenhauses werden nachts vom Italien-treuen Direktor Luigi geweckt, um im ganzen Ort die antifaschistischen Graffiti zu übertünchen. Der Lehrer Luan ist kein Freund der Besatzer und erzieht die Kinder zu selbstständigem Denken. Sein Schüler Jace bewundert den etwas älteren Lio, der antifaschistische Pamphlete verbreitet und Jagd auf Verräter macht. Jace und seine Freunde sind bevorzugte Opfer des brutalen Hauswarts Xhafer. Nachdem Xhafer Jace wegen einer Lappalie hart bestraft hat, stellt ihm der Junge eine Falle. Der Hauswart schwört Rache und fasst dafür Jaces kleinen Freund Sulo ins Visier.
Dhimitër Anagnosti zählt zu den albanischen Filmemachern, die sich vom italienischen Neorealismus beeinflussen liessen, was gar nicht nach dem Sinne des kommunistischen Regimes war. Zwar halten hier die italienischen Besatzer wie so oft als Feindbild her, aber das Interesse des Regisseurs gilt den Jungen und ihrem Reifeprozess. Stimmungsvoll gefilmt und hervorragend gespielt, erinnert Les coquelicots sur le mur an Werke von Truffaut und andere Coming-of-Age-Geschichten. (mb)

Drehbuch: Petraq Qafzezi
Kamera: Pëllumb Kallfa
Musik: Kujtim Laro

Mit: Timo Flloko (Lehrer), Strazimir Zaimi (Jaçe), Agim Qirjaqi (Direktor), Kadri Roshi (Hauswart), Enea Zhegu (Lelo), Artur Hoxhkolli (Bardhi), Krenar Arifi (Sulo)

100 Min., sw, 35 mm, Albanisch+I/f

Spieldaten


Vergangene Vorstellungen:
Do.,
5.3.2020
20:45