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Five Fingers
Joseph L. Mankiewicz (USA 1952)

Die Verfilmung einer historisch belegten Spionageaffäre in Ankara 1944: Der Kammerdiener des britischen Botschafters verkauft den Nazis wichtige Geheimdokumente. Da diese, aus Angst vor gezielter Desinformation, dem Material nicht trauen, ziehen sie letztlich so wenig Nutzen aus dem Coup wie der Spion selbst.
«Mit jener schwerelosen Eleganz, die nur wahre Könnerschaft hervorbringt, rollt dieses ‹einzige Meisterwerk des Spionagegenres in der Filmgeschichte› (Bertrand Tavernier und Jean-Pierre Coursodon: 50 ans de cinéma américain) die reale ‹Affäre Cicero› auf. (...) Ein damaliger deutscher Botschaftsangestellter resümierte die Geschehnisse später in einem Bestseller, um den sich die britischen Mogule Arthur J. Rank und Alexander Korda ebenso rissen wie MGM und Twentieth Century Fox. Fox-Boss Darryl F. Zanuck machte das Rennen und vertraute die Regie schliesslich Mankiewicz an, der ein bereits bestehendes erstes Script brillant überarbeitet und sich mit All About Eve soeben als einer der Topregisseure des Studios empfohlen hatte. Wichtigste literarische Freiheit gegenüber dem realen Fall war seine Anreicherung um ein ‹love interest›, Masons/Diellos Obsession für Danielle Darrieux in der Rolle einer verarmten polnischen Gräfin, mit der er sich nach Rio absetzen will. Der Verräter, die Gräfin, der britische und der deutsche Botschafter sind sich absolut ebenbürtig in diesem Spiel, jeder Schachzug strotzt vor Doppelbödigkeit und böser Ironie: 108 Minuten reine Schaulust.» (Andreas Furler, Filmpodium Nov./Dez. 2013)

Drehbuch: Michael Wilson, Joseph L. Mankiewicz, nach dem Buch «Operation Cicero» von L. C. Moyzisch
Kamera: Norbert Brodine
Musik: Bernard Herrmann
Schnitt: James B. Clark

Mit: James Mason (Diello), Danielle Darrieux (Anna Staviska), Michael Rennie (George Travers), Walter Hampden (Sir Frederic), Oscar Karlweis (Moyzisch), Herbert Berghof (Col. von Richter), John Wengraf (von Papen), A. Ben Astar (Siebert), Roger Plowden (MacFadden), Michael Pate (Morrison), Ivan Triesault (Steuben), Hannelore Axmann (von Papens Sekretärin)

108 Min., sw, DCP, E/f

Spieldaten


Vergangene Vorstellungen:
Mo.,
13.1.2020
21:15
Do.,
16.1.2020
18:30
Mi.,
22.1.2020
15:00
Do.,
23.1.2020
20:45