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Die Galgentoni
(Tonka Šibenice)
Karl Anton (Tschechoslowakei/Deutschland 1930)

«Dieses selten zu sehende Juwel aus dem tschechischen Filmarchiv vereint deutsche Chiaroscuro-Ästhetik mit sowjetischem Flair für überraschende Blickwinkel zu einer aufwühlenden Parabel über die Grausamkeit, die aus Engstirnigkeit entsteht. Im Zentrum einer internationalen Besetzung steht Ita Rina, die slowakische Naive mit den eindringlichen Augen. An Garbos Anna Christie gemahnt ihr Porträt einer Prostituierten, die selbstlos die letzte Nacht mit einem Verurteilten verbringt und sich dadurch selbst zur Geächteten macht.» (San Francisco Silent Film Festival 2019)
«Diese wichtige Wiederentdeckung schlägt eine Brücke zwischen dem sozialen Realismus von Pabsts Freudloser Gasse und der dunklen Lyrik von Murnaus Sunrise.» (Museum of Modern Art, New York, 22.4.2017)
Die Galgentoni wurde ursprünglich stumm gedreht. Nachdem ein Teil der Aufnahmen bei einem Brand vernichtet worden war, beschloss man, den Film mit Ton fertigzustellen. Zwei Szenen wurden in Frankreich tschechisch, deutsch und französisch nachsynchronisiert (erhalten ist nur die französische Fassung). Dennoch bleibt er weitgehend ein grosser später Stummfilm.

«A rarely seen gem from the archives of the Czech Republic, Tonka of the Gallows fuses German chiaroscuro aesthetics with the Soviet flair for surprising angles for this affective parable of the cruelty that comes from small-mindedness. At the center of an international cast is the Slovenian ingénue with the haunting eyes, Ita Rina, who seems to channel Garbo’s Anna Christie in her portrayal of a prostitute whose selfless act of spending the night with a condemned man makes her a pariah throughout all Prague.» (San Francisco Silent Film Festival 2019)
«This major rediscovery creates a bridge between the social realism of G. W. Pabst’s The Joyless Street and the dark lyricism of F. W. Murnau’s Sunrise.» (Museum of Modern Art, New York, 22.4.2017)

Drehbuch: Willy Haas, Benno Vigny, nach dem Reportageroman von Egon Erwin Kisch
Kamera: Eduard Hoesch
Musik: Erno Koštál

Mit: Ita Rina (Tonka), Vera Baranowskaja (ihre Mutter), Josef Rovensky (Prokupek, der Mörder), John Mylong Münz (Jan), Felix Kühne (Hausierer), Antonie Nedošinská (Puffmutter), Jindřich Plachta (Kutscher), Theodor Pištěk (Betrunkener), Jindra Hermanová (Prostituierte)

81 Min., sw, DCP, teilweise stumm, F + f Zw'titel/e

Spieldaten


Vergangene Vorstellungen:
Fr.,
7.2.2020
18:15
Mo.,
10.2.2020
20:45