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Auf der Spur der Rigaer Dokumentarfilmschule

In den 1960er Jahren wurden im damals staatlichen «Kinostudio Riga» verschiedene Versuche unternommen, die Sprache des Dokumentarfilms neu zu definieren. So entstand der sogenannte «poetische Dokumentarfilm» oder «Rigaer Stil», welcher sich in die modernistischen Strömungen der damaligen Zeit einfügt. Bridges of Time führt zurück in diese Zeit und präsentiert die wichtigsten damaligen Filmschaffenden; Lidija ist ein neuer Dokumentarfilm, der in dieser Tradition steht.

Gesamtdauer: 113 Min.

Programm

Kristīne Briede, Audrius Stonys (Lettland/Estland/Litauen 2018)

«Bridges of Time erzählt von der Geburt des poetischen Dokumentarfilms in Litauen, Lettland und Estland in den 1960er- und 1970er-Jahren. Die baltische Neue Welle mit Filmemachern wie Hercs Franks, Uldis Brauns, Ivars Seleckis, Andres Sööt und Aivars Freimanis entwickelte eine eigene Filmsprache. Im Kontrast zum sowjetischen Pathos suchte sie die Schönheit nicht in Militärparaden oder bei Helden der Arbeit, sondern im einfachen Alltag. Bei ihren subtilen Stilmitteln bedienen sich auch Audrius Stonys und Kristīne Briede für ihren leisen Essayfilm, der tatsächlich Zeiten überbrückt.» (filmfestival-goeast.de).
«Ein hinreissend schöner Film über die vergessenen Meister der baltischen Neuen Welle (...). Nur ein kleiner Teil des Publikums wird diesen Film ohne den Wunsch verlassen, von diesen poetischen Filmen, die durch die schlichte Darstellung menschlichen Verhaltens (...) ein komplexes Bild des Lebens zeichnen und es für spätere Generationen erhalten, mehr zu sehen.» (Laurence Boyce, cineuropa.org, 7.4.2018)
In Anwesenheit der Koregisseurin Kristīne Briede


Drehbuch: Kristīne Briede, Ramune Rakauskaite, Arunas Matelis, Riho Västrik
Kamera: Valdis Celmiņš, Audrius Kemežys
Schnitt: Andra Doršs, Kostas Radlinskas

78 Min., Farbe + sw, DCP, OV/e


Andrejs Verhoustinskis (Lettland 2017)

Das aussergewöhnliche und dennoch erstaunlich schlichte Porträt einer besonderen Persönlichkeit Lettlands, der Dissidentin Lidija Doroņina-Lasmane (*1925), die bis Januar 1987 vierzehn Jahre als politische Gefangene in verschiedenen Gefängnissen verbrachte. Regisseur Andrejs Verhoustinskis gelingt mit diesem Porträt gleichzeitig eine Lektion in der Geschichte Lettlands, die sich im Leben von Lidija Doroņina-Lasmane spiegelt .
Der Film erhielt 2017 den lettischen Filmpreis als Bester Dokumentarfilm.
In Anwesenheit des Regisseurs und der Drehbuchautorin


Drehbuch: Andrejs Verhoustinskis, Henrieta Verhoustinska
Kamera: Gints Bērziņš

35 Min., Farbe, DCP, Lettisch/d

Spieldaten


Vergangene Vorstellungen:
Sa.,
30.11.2019
12:30
in Anwesenheit von Kristīne Briede, Andrejs Verhoustinskis und Henrietta Verhoustinska)