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La voie lactée
Luis Buñuel (Frankreich/Italien 1969)

Die beiden Clochards Pierre und Jean machen auf dem Jakobsweg von Paris nach Santiago de Compostela eine neuzeitliche Pilgerfahrt. Dabei begegnen ihnen in einer surreal-kabarettistischen Dramaturgie Gestalten, Szenen und Beispiele aus mehreren Jahrhunderten abendländischer Kirchengeschichte.
«Dieser Film ist aufgrund der allegorischen Anlage und der religiösen Thematik, die ihn bestimmt, möglicherweise überhaupt das zweite Schlüsselwerk Buñuels nach L’âge d’or.» (Ulrich Gregor, Film-Korrespondenz)
«Wie Nazarín rief er sehr widersprüchliche Reaktionen hervor. Carlos Fuentes sah in ihm einen antireligiösen Kampffilm, während Julio Cortázar sich zur Behauptung verstieg, der Film komme ihm vor, als sei er vom Vatikan bezahlt. (…) Meiner Meinung nach war La voie lactée weder das eine noch das andere. (…) Für mich ist er vor allem eine Wanderung durch den Fanatismus, bei der sich jeder gewaltsam und unerbittlich an ein Stückchen Wahrheit klammert – bereit, dafür zu töten oder zu sterben. Ausserdem fand ich, dass der Weg, den die beiden Pilger zurücklegen, gleichermassen für politische wie für künstlerische Ideologien stehen kann.» (Luis Buñuel)

Drehbuch: Luis Buñuel, Jean-Claude Carrière
Kamera: Christian Matras
Musik: Luis Buñuel
Schnitt: Louisette Hautecœur

Mit: Laurent Terzieff (Jean), Paul Frankeur (Pierre), Delphine Seyrig (Prostituierte), Georges Marchal (Jesuit), Edith Scob (Jungfrau Maria), Michel Piccoli (Marquis de Sade), Bernard Verley (Jesus), Jean Piat (der Graf), Jean-Claude Carrière (Priscillian), Pierre Clémenti (Todesengel), Julien Bertheau (Oberkellner), Claudio Brook (Bischof)

101 Min., Farbe, DCP, F/d

Spieldaten


Vergangene Vorstellungen:
Do.,
5.12.2019
20:45
So.,
15.12.2019
18:15
So.,
29.12.2019
15:00