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Twixt (3D)
Francis Ford Coppola (USA 2011)

Hall Baltimore, einst erfolgreicher Autor einer Reihe von Gruselromanen um Hexerei, kommt auf Lesetournee ins verschlafene Nest Swann Valley. Dessen Sheriff Bobby LaGrange ist sein einziger Fan und selber Möchtegernautor. Er erzählt Baltimore von einem Massenmord an Kindern in Swann Valley und dass Edgar Allan Poe dort einst gewohnt hat. Baltimore, von Traumata und Trunksucht geplagt, verliert sich bald im Delirium zwischen Wahn und Wirklichkeit.
«Es ist zu hoffen, dass Twixt sich nicht als Francis Ford Coppolas Schwanengesang erweist – doch wenn es so wäre, ergäbe diese entwaffnend freche, streckenweise prachtvolle Petitesse einen perfekt symmetrischen Schlusspunkt zu einer Karriere, die vor fast 50 Jahren mit dem von Roger Corman produzierten Billigschocker Dementia 13 begonnen hat.» (Rob Nelson, Variety, 12.9.2011)
«Die Rückkehr hat sich in drei Phasen vollzogen. Erste Phase, Youth Without Youth nach Mircea Eliade: der Rückwärtslauf, der Reigen von Sprachen und Ursprüngen, mehrmals in denselben Fluss steigen, die endlich wiedergefundene Jugend. Zweite Phase, Tetro: die Familie, die Legende, die Konfrontation mit dem Vater, die Hybris. Dritte Phase, Twixt: die tote Schönheit, der Traum, der Wahnsinn der Uhren, die verlorenen Kinder. Es fällt nicht schwer, die Brücke zu beschreiben, die die drei Bände dieser Trilogie verbindet, zwischen der Legende von den Jahrhunderten und der wiedergefundenen Zeit. Es ist dieselbe, die Coppolas ganzem Werk zugrunde liegt, diese Obsession mit der Zeit, die mehr oder minder verborgen alle Filme durchzieht, von The Outsiders bis zu Peggy Sue Got Married, von The Godfather bis zu Rumble Fish. (...) Der Cineast hat sich drei Filme von einer ungehörigen Freiheit gegönnt, die sich nicht nur auf die Bedingungen bezieht, unter denen er sie realisiert hat (selbst geschrieben und produziert, seine Equipe und die Drehorte ausgewählt), sondern sich ins Herz dieser Filme einschreibt, durch inszenatorische Entscheidungen, die oft verwirrend wirken oder in Twixt gar souverän bis zur Farce.» (Jean-Philippe Tessé, Cahiers du cinéma, April 2012)

Weil Coppola zwei Traumsequenzen des Films in 3D gedreht hat, zeigen wir Twixt auch in diesem Format, allerdings ohne deutsche Untertitel.

Drehbuch: Francis Ford Coppola
Kamera: Mihai Malaimare Jr.
Musik: Dan Deacon, Osvaldo Golijov
Schnitt: Kevin Bailey, Glen Scantlebury, Robert Schafer

Mit: Val Kilmer (Hall Baltimore), Bruce Dern (Sheriff Bobby LaGrange), Elle Fanning (V.), Ben Chaplin (Poe), Joanne Whalley (Denise), David Paymer (Sam), Anthony Fusco (Pastor Allan Floyd), Alden Ehrenreich (Flamingo)

88 Min., Farbe + sw, DCP 3D, E

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