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Der Einstein des Sex
Rosa von Praunheim (Deutschland/Niederlande 1999)

Der jüdische Arztsohn Magnus Hirschfeld widmet sich Ende des 19. Jahrhunderts der Sexualforschung und kommt zum Schluss, dass Homosexualität nicht krankhaft und unnatürlich sei. Sein Versuch, den Paragraphen 175, der Homosexualität kriminalisiert, abzuschaffen, scheitert, aber nach dem Ersten Weltkrieg gründet Hirschfeld ein Institut für Sexualwissenschaft, dessen wegweisende Forschung erst von den Nazis abgewürgt wird.
«Eben weil er gar keine ‹grossen› Bilder (für ein Budget von 1,8 Millionen sieht der Film dennoch toll aus) bieten kann, konzentriert sich Praunheim auf eine Abfolge gut geschriebener, zwischen Komik und Tragödie schwankender Szenen, die zwar im kleinen Rahmen Augenmerk auf die Qualitätsmassstäbe historischer Filme (detaillierte Interieurs, schöne Farbgestaltung, fliessende Übergänge) legen, durch ihre Bescheidenheit aber ein umso intimeres und nahegehenderes Bild der handelnden Figuren formen. Der Witz kommt dabei nicht zu kurz.» (Christoph Huber, filmzentrale.com, 26.9.2000)

Drehbuch: Chris Kraus, Valentin Passoni, Rosa von Praunheim (ungenannt), Friedel von Wangenheim (ungenannt)
Kamera: Elfi Mikesch
Musik: Karl-Ernst Sasse
Schnitt: Mike Shephard

Mit: Kai Schumann (Magnus Hirschfeld), Friedel von Wangenheim (Magnus Hirschfeld), Ben Becker (Adolf Brand), Wolfgang Völz (Polizeipräsident), Otto Sander (Prof. Steinach), Meret Becker (Arbeiterin), Monika Hansen (Gräfin), Gerd Lukas Storzer (Baron von Teschenberg)

100 Min., Farbe, 35 mm, D+E/d

Spieldaten


Vergangene Vorstellungen:
Fr.,
3.5.2019
18:15
Di.,
7.5.2019
20:45