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Youth Without Youth
Francis Ford Coppola (USA/Rumänien/Frankreich/Italien/Deutschland 2007)

1938. Der 70-jährige vereinsamte rumänische Gelehrte Dominic Mattei hat zeitlebens nach der sagenumwobenen Ursprache geforscht, gibt nun aber die Hoffnung auf. Da wird er von einem Blitz getroffen und erlebt eine wundersame Verwandlung: Sein Körper verjüngt sich, sein Geist wird enorm leistungsfähig. Und in der jungen Veronica findet er eine Partnerin, die ihn nicht nur an seine verflossene Liebe Laura gemahnt; sie wird ihrerseits vom Blitz getroffen und regrediert geistig in der Zeit, bis sie sich den Ursprüngen der Sprache nähert.
«Es ist erstaunlich, was Coppola diesen intellektuellen Zumutungen Mircea Eliades dann ästhetisch alles abgewinnt, wie auch dieser Film jenen für Coppola typischen halluzinatorischen Sog atmet. Das prächtige Sepia, in das manche Passagen getaucht sind, das tiefe Blau, das hier für Nacht steht, signalisieren nicht historische Beflissenheit, sondern die Künstlichkeit des Ganzen. Die Bilder sind makellos und wunderbar, das Schwarzweiss herrlich. Wenn hier manche deutschen Kritiker von ‹krudem Nichts› reden, vom ‹erbärmlichsten Film des Jahres› schwafeln, machen sie es sich viel zu einfach, wenn sie die ‹verquaste intellektuelle Sinnsuche› bemängeln und vom ‹überambitionierten europäischen Intellektuellen-Kino› schwafeln, verraten sie nur ihr eigenes Niveau.» (Rüdiger Suchsland, artechock.de)

Drehbuch: Francis Ford Coppola, nach der Novelle von Mircea Eliade
Kamera: Mihai Malaimare Jr.
Musik: Osvaldo Golijov
Schnitt: Walter Murch

Mit: Tim Roth (Dominic Matei), Alexandra Maria Lara (Veronica/Laura/Rupini), Bruno Ganz (Prof. Roman Stanciulescu), André Hennicke (Dr. Josef Rudolf), Marcel Iures (Prof. Giuseppe Tucci), Alexandra Pirici (Frau in Zimmer 6), Adrian Pintea (Pandit), Florin Piersic Jr. (Dr. Gavrila)

124 Min., Farbe, 35 mm, OV/d/f

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