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Die Jungfrauenquelle
(Jungfrukällan)
Ingmar Bergman (Schweden 1960)

Im Mittelalter wird die halbwüchsige Tochter eines Bauern auf dem Weg zur Kirche von Hirten vergewaltigt und getötet. Als die Täter kurz darauf bei dem Bauern übernachten wollen, erkennt dieser, dass sie sein Kind ermordet haben, und nimmt furchtbare Rache.
Bergmans oscargekrönte Fabel um Glauben und Aberglauben, Schändung und Vergeltung beruht auf einer alten Sage.
«Bergmans Filme können und dürfen nicht für abstrakte Grübeleien gehalten werden, geschweige denn für ausgewogene Debatten. Sie sind in heftiger und ekstatischer Weise offen für die Beweiskraft der Sinne; man spürt, wie jedes Quäntchen Erfahrung wie ein Regenschauer auf die Figuren einprasselt. Die Eltern, die in Die Jungfrauenquelle am Ende in einem Wald ihr totes Kind in den Armen wiegen, sind in Trauer vereint und gebeugt, aber weil wir sie von oben betrachten, in einem Tableau des Wehklagens, und weil der Sonnenschein, der die Lichtung durchflutet, himmlisch anmutet, wirkt die Stimmung ruhig und merkwürdig gesegnet – was kurz darauf bewiesen wird, als sie den Leichnam der Tochter aufheben und Wasser aus dem Boden quillt, auf dem sie gelegen hat. Der Titel bezieht sich, wie wir nun erkennen, auf ein Wunder.» (Anthony Lane, The New Yorker, 7.2.2018)

Drehbuch: Ulla Isaksson
Kamera: Sven Nykvist
Musik: Eric Nordgren
Schnitt: Oscar Rosander

Mit: Max von Sydow (Töre), Birgitta Valberg (Märeta), Gunnel Lindblom (Ingeri), Birgitta Pettersson (Karin), Axel Düberg (schmächtiger Hirte), Tor Isedal (stummer Hirte), Allan Edwall (Bettler), Ove Porath (Hirtenjunge), Axel Slangus (Brückenwart), Gudrun Brost (Frida)

89 Min., sw, DCP, Schwed/d

Spieldaten


Vergangene Vorstellungen:
Fr.,
6.7.2018
20:45
So.,
15.7.2018
15:30
Fr.,
20.7.2018
18:15