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1918: Zwei Filme von Charles Chaplin

Hundertjährig, aber immer noch taufrisch: zwei legendäre Filme, für die Charles Chaplin auch als Produzent zeichnete.

Gesamtdauer: 69 Min.

Programm

Charles Chaplin (USA 1918)

«Der Kampf eines arbeitslosen armen Mannes, der nur einen Mischlingshund als Gefährten hat, gegen eine Welt von herzlosen, an Macht und Geld reichen Menschen.» (Lexikon des int. Films)
Dank einem Millionenvertrag mit dem First National Exhibitors’ Circuit kann sich Chaplin als Produzent unabhängig machen und bezieht ein neues eigenes Studio. Mit den beiden ersten da entstandenen Filmen, A Dog’s Life und Shoulder Arms, je drei Rollen lang (die vorausgegangenen Mutual-Filme umfassten alle nur zwei Rollen), nutzte Chaplin seine neue Position sogleich für ambitioniertere Werke.
«Ein Wendepunkt in der Entwicklung Chaplins und Charlies. (...) Von nun an wird jeder seiner Filme die volle Bitterkeit des Heruntergekommenen, des armen Teufels zeigen. (…) Keine Karikaturen mehr, die Alltagsrealität, aber stilisiert und rhythmisiert.» (Jean Mitry: Tout Chaplin, Paris 1972)


Drehbuch: Charles Chaplin
Kamera: Roland H. Totheroh
Musik: Charles Chaplin

Mit: Charles Chaplin (Tramp), Sydney Chaplin (Imbissstand-Besitzer), Albert Austin (Dieb), Henry Bergman (Dicker Arbeitslose /Dame im Tanzcafé), Dave Anderson (Barkeeper), Edna Purviance (Barsängerin), Tom Wilson (Polizist)

32 Min., sw, DCP, Stummfilm mit Musik, e Zw'titel


Charles Chaplin (USA 1918)

Mit einigen Bedenken und entgegen den Warnungen, dass eine Militärsatire mitten im Krieg nicht unbedingt opportun sei, produzierte Chaplin 1917 diesen längsten seiner Kurzfilme, der auch einer seiner erfolgreichsten werden sollte. Indem er sich mit dem einfachen deutschen Soldaten solidarisierte und stattdessen den Militärbetrieb im Allgemeinen, die deutsche Offizierskaste und den deutschen Kaiser im Besonderen karikierte, bewies Chaplin, «dass die Komödie ihre Wirkung am besten entfalten kann, wenn sie auf der Schwelle zur Tragödie steht. Es gelang ihm, die wahren Schrecken des Krieges so darzustellen, dass man darüber lachen muss. Und wie sich herausstellte, wusste kein Publikum Shoulder Arms mehr zu würdigen als die Männer, die diese Wirklichkeit gesehen und durchlitten hatten.» (David Robinson: Chaplin – Sein Leben, seine Kunst, Diogenes 1989)


Drehbuch: Charles Chaplin
Kamera: Roland H. Totheroh
Musik: Charles Chaplin

Mit: Charles Chaplin (Soldat), Edna Purviance (französisches Mädchen), Sydney Chaplin (amerikanischer Sergeant/der deutsche Kaiser), Henry Bergman (deutscher Feldwebel/Feldmarschall von Hindenburg), Tom Wilson (Sergeant im Ausbildungslager), Jack Wilson (Kronprinz), Albert Austin (amerikanischer Soldat/deutscher Soldat/Chauffeur des Kaisers)

37 Min., sw, DCP, Stummfilm mit Musik, e Zw'titel

Spieldaten


Vergangene Vorstellungen:
Mo.,
1.1.2018
15:00
So.,
28.1.2018
18:15
Sa.,
10.2.2018
20:00