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Maldone
Jean Grémillon (Frankreich 1928)

«Olivier Maldone, der seit zwanzig Jahren mit den Landstreichern und Flussschiffern lebt, kehrt nach dem Tod seines Bruders heim auf das elterliche Schloss, heiratet eine junge Frau aus der Nachbarschaft, sehnt sich nach seiner Zigeunerliebe zurück und bricht schliesslich wieder auf.
Maldone war ein grosser Wurf mit wunderbaren Kanal-Landschaften, Bergen und Weiden. Eine brillante ländliche Ballsequenz nahm die Spitzenleistungen des ‹réalisme poétique› der dreissiger Jahre vorweg.» (Georges Sadoul: Dictionnaire des films, Paris 1967)
«Man kann sich vorstellen, dass die komplexe Struktur des Films mit seinen Parallelmontagen und Rückblenden damals ebenso auf Ablehnung und Verständnislosigkeit stiess wie seine gesellschaftliche Provokation: die Weigerung, ein Besitzbürger zu sein; die sehnsüchtige Verklärung des Tagelöhnerlebens; die Ablehnung der bürgerlich-wohlanständigen Ehe; die fleischliche Erotik der Zigeunerin. (…) Charles Dullin, der nun wirklich nicht das Aussehen hat, das man für die Rolle erwartet – der gewinnende Charmeur ist klein und gebeugt, fast bucklig –, beherrscht den Film durch die aussergewöhnliche Feinheit seines Spiels. Das Leiden der Figur, das Zerrissensein zwischen dem eigenen Wollen und der Pflicht des Erben lassen sich auf seinem spitzen Gesicht und an seinen Blicken ablesen. (…) Ein unglaublich einfallsreicher, beherrschter und starker Spielfilmerstling.» (Hubert Niogret, Positif, April 2002)

Drehbuch: Alexandre Arnoux
Kamera: Georges Périnal
Schnitt: Emmanuel Nicolas, Henriette Pinson

Mit: Charles Dullin (Olivier Maldone), Marcelle Charles-Dullin (Missia, die Wahrsagerin), Geymond Vital (Marcellin Maldone), André Bacqué (Juste Maldone, der Onkel), Georges Téroff (Léonard), Annabella (Flora Levigné), Roger Karl (Vater Levigné), Genica Athanasiou (Zita)

90 Min., sw, 35 mm, Stummfilm, f Zw'titel

Spieldaten


Vergangene Vorstellungen:
Mo.,
5.2.2018
18:15
Stummfilm live begleitet von Günter A. Buchwald