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The Mysterious Lady
Fred Niblo (USA 1928)

«Im Wien vor dem Ersten Weltkrieg verliebt sich ein junger österreichischer Offizier in eine schöne russische Spionin, die ihm geheime Papiere stiehlt. Um sich zu rehabilitieren, macht er sich in Russland auf die Suche nach ihr, wo er sich von ihrer Liebe zu ihm überzeugen kann. Spionage- und Liebesmelodram von bemerkenswerter Lichtführung, das Greta Garbo auf einem frühen Höhepunkt ihrer (Stummfilm-)Karriere zeigt.» (Lexikon des int. Films)
«The Mysterious Lady, ein glamouröses Musterbeispiel effizienter Inszenierung, beeindruckt durch die Subtilität von Greta Garbos Spiel, das das Leichtgewicht des Spionageplots vergessen lässt.» (Jean-Pierre Berthomé und Hubert Niogret, Positif, Paris, Dez. 2016)
Ein Stoff wie für ein Opernlibretto, und tatsächlich spielt eine Opernszene, die grosse Arie der Tosca, eine Schlüsselrolle. Garbos sechster Film in Hollywood zählt merkwürdigerweise nicht zu den ganz berühmten, doch ist er zweifellos einer der Höhepunkte in ihrer Karriere. Hier ist sie noch nicht statisch stilisiert und tragisch ins «Göttliche» entrückt, hier ist sie noch menschlich und sinnlich. Zu der – auch von ihren Kollegen am Set bezeugten – hoch konzentrierten Präsenz der Schauspielerin kommt in diesem Film eine technische Neuerung: Ihr bevorzugter Kameramann William Daniels konnte erstmals mit Glühlampenlicht und panchromatischem Filmmaterial arbeiten, das die Feinheiten von Garbos Gesicht und Mimik besser zur Geltung bringt. (meg)
The presentation of The Mysterious Lady by arrangement with Photoplay Productions in association with Warner Brothers; Courtesy of Photoplay Productions © 2002

Drehbuch: Bess Meredyth, nach einem Roman von Ludwig Wolff
Kamera: William H. Daniels
Schnitt: Margaret Booth

Mit: Greta Garbo (Tania Fedorova), Conrad Nagel (Karl von Raden), Gustav von Seyffertitz (General Boris Alexandroff), Albert Pollet (Max Heinrich), Edward Connelly (Oberst von Raden), Richard Alexander (Adjutant des Generals)

85 Min., sw, 35 mm, Stummfilm, e Zw'titel

Spieldaten
Sa.,
6.1.2018
20:45
Stummfilm mit Gabriel Thibaudeau am Flügel