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The Mission
(Qianghuo)
Johnnie To Kei-fung (Hongkong 1999)

«Tos sensationeller Film zeigt fünf Leibwächter bei der Arbeit; ihr Auftrag ist es, einen Triadenboss zu beschützen. Also sieht man sie Waffen putzen, warten, beschützen, töten, warten und noch mehr warten. Erst heroisiert To ihre Männlichkeitsrituale, dann banalisiert er sie und zeigt, dass die augenscheinlich coolen Jungs gefangen und verstrickt sind zwischen Pflichterfüllung, Fragen der Ehre und den Gesetzen der Triaden. Die üblichen Schiessereien hat To dabei entschleunigt. Er zeigt sie streng choreografiert und stilisiert, aber denkbar bewegungsarm – so, als hätten der späte Kurosawa und Robert Wilson sie inszeniert. Schon deshalb wurde Johnnie To vergangenes Jahr von Hongkongs Filmkritikern zum Regisseur des Jahres und The Mission zum Film des Jahres gewählt.» (Harald Peters, Berliner Zeitung, 11.12.2000)

«Fünf Killer werden beauftragt, den Verantwortlichen für einen Mordanschlag auf den Triadenboss Lung aufzuspüren: Roy, der örtliche Boss der Unterwelt; Shin, ein gefürchteter Berufskiller; sowie Curtis, Mike und James, die sich aus dem Triadenleben zurückgezogen haben. Als Lungs Leibwächter müssen sie jeden Auftrag ausführen, auch wenn sie selbst dabei umkommen. Die Spannung, die Gefahr, aber auch die Langeweile, die mit ihrem Job verbunden sind, bringen die fünf Männer einander näher. Dann aber wird ihre Freundschaft auf eine harte Probe gestellt: Lung beauftragt Curtis, Shin zu ermorden, weil dieser ein Verhältnis mit seiner Frau hat.
Als langjähriger Bewunderer Akira Kurosawas will Johnnie To seinem Film die ‹Unbewegtheit› geben, die in den Filmen des verstorbenen Japaners zu finden ist: ‹Früher habe ich die Kamera viel bewegt, wenn ich Schiessereien aufnehmen wollte, dieses Mal versuchte ich, den Rhythmus der Actionszenen in Standfotos einzufangen.›» (Christoph Terhechte, Viennale 2000)

«Die Actionszenen sind besonders interessant wegen ihrer Zurückhaltung. Seit Jahren ist die maschinengewehrartige Montage fester Bestandteil des Hongkong-Actionfilms, und die zunehmende Begeisterung für die Handkamera sorgte auf der Leinwand für immer irrwitzigeres Tempo. Es ist erfrischend und erholsam zu sehen, wie Johnnie To gegen den Trend arbeitet, die Dinge verlangsamt und mehr Augenmerk auf die Inszenierung legt. Die Schiessereien zeigen die Protagonisten geometrisch angeordnet und verdanken ihren Effekt mehr der Choreografie als dem Schnitt.» (Richard James Havis, Viennale 2000)

Drehbuch: Yau Nai-hoi, Milkyway Creative Team
Kamera: Cheng Siu-keung
Musik: Chung Chi-wing
Schnitt: Andy Chan Chi-wai

Mit: Anthony Wong Chau-sang (Curtis), Francis Ng Chun-yu (Roy), Jackie Lui Chung-yin (Shin), Roy Cheung Yiu-yeung (Mike), Lam Suet (James), Simon Yam Tat-wah (Frank), Eddy Ko Hung (Boss Lung), Wong Tin-lam (Fat Cheung)

88 Min., Farbe, 35 mm, Kant/d

Spieldaten


Vergangene Vorstellungen:
Do.,
7.9.2017
18:15
Di.,
12.9.2017
20:45
Mo.,
18.9.2017
20:45