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Al leil (Die Nacht)
Mohamed Malas (Syrien/Libanon/Frankreich 1992)

Al leil schildert die Kindheit von Alallah, der als Erwachsener in der von Israel 1967 verwüsteten syrischen Stadt Kuneitra den Spuren seines längst verstorbenen Vaters nachgeht. Eines Tages tauchte dieser überhaupt nicht mehr auf, nachdem er in den 30er und 40er Jahren für die Demokratie gekämpft hatte, immer wieder mit seinen Kampfgefährten nach Palästina losgezogen war und kaum Zeit für seine Familie gefunden hatte. Alallah wuchs währenddessen bei seiner Mutter Wissal auf. Von ihr erfuhr er auch einen Teil der Geschichte des Vaters.
Mohamed Malas verquickt in seinem Klassiker autobiografische und historische Inhalte mit einer traumähnlichen Erzählstruktur. «Ich bin überzeugt, dass das syrische Kinopublikum versteht, dass ich etwas über die Gegenwart sage, wenn ich mich mit der Vergangenheit beschäftige. (...) In Al leil versuche ich die Wurzeln der Probleme zu verstehen und interpretiere die heutige Präsenz von militärischer Macht über den Staatsstreich von damals.» (Mohamed Malas im Gespräch mit Robert Richter, Kinder- und Jugendfilm Korrespondenz 57-1/1994)

Drehbuch: Mohamed Malas, Ussama Mohamed, nach einem Roman von Mohamad Malas
Kamera: Youssef Ben Youssef
Musik: Vahe Demrejian
Schnitt: Kais Al Zubaidi

Mit: Sabah Jazairi (Wissal, die Mutter), Omar Malas (Alallah, das Kind), Fares Al Helou (Alallah, der Vater), Riad Chahrour (Wissals Vater), Maher Sleibi (Awad, der Friseur), Nada Homsi (Awads Frau), Nizar Abou Hajar (der Scheich), Rafiq Sbei (Kämpfer)

119 Min., Farbe, 35 mm, Arab/d/f

Spieldaten


Vergangene Vorstellungen:
Sa.,
19.11.2016
12:00