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The Searchers
John Ford (USA 1956)

Zu Beginn von The Searchers öffnet sich der Eingang zur Edwards Ranch und das Schwarz der Leinwand weicht der imposanten Kulisse des Monument Valleys. Am Ende schliesst sich die Türe wieder vor dem rastlosen John Wayne und die Weite des Tales verschwindet im Dunkel. Dazwischen liegt die jahrelange, immer stärker von Rache getriebene Suche des ambivalenten Helden nach seiner von Indianern entführte Nichte. Ikonische Bilder hat John Ford für seinen epischen Western geschaffen, der für viele als bester Vertreter seines Genres gilt.
«Der Moby Dick des Western, ein revidierter Lederstrumpf, ‹Die Geschichte Amerikas› (Joseph McBride). Die Tür zu einem neuen Land hat sich geöffnet. Die Tür zu einem neuen Land hat sich geschlossen. (…) Der weisse Amerikaner, der sich der Herausforderung der Wildnis stellt, Ethan Edwards, der zu den Wilden geht, wie Lederstrumpf zu den Wilden ging und wie John Ford mit diesem Film zu den Wilden geht, ist verdammt, zwischen den Wilden zu wandern, wie ein toter Krieger, dem man die Augen ausgeschossen hat. Ahab hat das Meer der Wüsten, der Prärien, der Felsengebirge durchquert, seinen weissen Wal erlegt und geht mit ihm unter. Er versinkt in dem Land, dessen Büffel er geschossen, dessen Menschen er massakriert, dessen Erde er mit Messern, Kugeln und mit seinen Fäusten bearbeitet hat.» (Joe Hembus, Das Western-Lexikon, 1976)
Fords Meisterwerk verkörpert «wie kein anderer Film die Essenz des Westerns (…) Allein die erste Einstellung reflektiert, wie die effektive Kadrierung der Landschaft und der Figuren in ihr das visuelle Zentrum des Genres bildet. Genau wie die Kamera in dieser ersten Einstellung, so steht auch der Film an einer Grenze, markiert den Übergang von der klassischen zur revisionistischen Phase des Westerns und ergründet in dieser Position den Frontiermythos in all seiner Komplexität und in ästhetischer Perfektion.» (Martin Holtz, www.schnitt.de)

Drehbuch: Frank S. Nugent, nach einem Roman von Alan LeMay
Kamera: Winton C. Hoch
Musik: Max Steiner
Schnitt: Jack Murray

Mit: John Wayne (Ethan Edwards), Jeffrey Hunter (Martin Pawley), Vera Miles (Laurie Jorgensen), Ward Bond (Captain Reverend Samuel Clayton), Natalie Wood (Debbie Edwards), John Qualen (Lars Jorgensen), Olive Carey (Mrs. Jorgensen), Hank Worden (Mose Harper), Harry Carey jr. (Brad Jorgensen), Henry Brandon (Chief Scar), Ken Curtis (Charlie McCorrie), Antonio Moreno (Emilio Figueroa)

119 Min., Farbe, 35 mm, E/d/f, J/12

Spieldaten


Vergangene Vorstellungen:
Mo.,
6.6.2016
18:15
Mi.,
8.6.2016
20:45
So.,
26.6.2016
15:00