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Il deserto rosso
Michelangelo Antonioni (Italien/Frankreich 1964)

Die Frau eines Ingenieurs leidet nach einem Autounfall an Angstzuständen und entfremdet sich zunehmend von ihrem Mann und von ihrem kleinen Sohn, während sie sich gleichzeitig von der technisierten Umwelt immer stärker bedroht fühlt.
Einmal mehr geht es Antonioni um die Unmöglichkeit menschlicher Beziehungen, um eine kalte Welt ohne soziale und emotionale Bindungen. Doch «Il deserto rosso ist wohl Antonionis ungewöhnlichster und fesselndster Film. (…) Die in verblüffender und radikaler Art bewusst irreal in Farbe getauchte Industrielandschaft macht den Film zu einem Fest fürs Auge – bloss soll uns das nicht von der eindringlichen Komplexität des Plots und den Darstellerleistungen ablenken. (...) Monica Vitti als orientierungslose Neurotikerin war selten so gut.» (David Pirie, Time Out Film Guide)
In seinem ersten Farbfilm hat Antonioni sein neues Ausdrucksmittel gleich strengen kompositorischen Prinzipien unterworfen. Farbe soll die Rolle von Musik übernehmen – und so orchestriert hier das Bunte die Verzweiflung einer Frau. «Antonioni bindet die Figuren ein in Farb- und Formenraster, zeigt sie klein und am Rand von Bildkompositionen, in denen die rostigen Rohre, Zylinder und Stahlträger dominieren.» (Claudia Lenssen, in: Michelangelo Antonioni, Hanser Verlag 1984)

Drehbuch: Michelangelo Antonioni, Tonino Guerra
Kamera: Carlo Di Palma
Musik: Giovanni Fusco, Vittorio Gelmetti
Schnitt: Eraldo Da Roma

Mit: Monica Vitti (Giuliana), Richard Harris (Corrado Zeller), Carlo Chionetti (Ugo, Giulianas Mann), Xenia Valderi (Linda), Lili Rheims (Ehefrau eines Arbeiters), Rita Renoir (Emilia), Aldo Grotti (Max), Valerio Bartoleschi (Giulianas Sohn), Emanuela Paola Carboni (Mädchen im Märchen)

120 Min., Farbe, Digital HD, I/e * am Do, 26. Januar, 18.15 Uhr: Einführung von Martin Walder

Spieldaten


Vergangene Vorstellungen:
Di.,
26.1.2016
18:15
Einführung: Martin Walder
Mi.,
10.2.2016
20:45