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Les Misérables (1/2)
Henri Fescourt (Frankreich 1926)

Kapitel 1: «Jean Valjean», 118 Min.
Kapitel 2: «Fantine», 97 Min.

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«Von der Filmlänge und vom Aufwand her ohne Zweifel die spektakulärste Restaurierung des Jahres 2015, beeindruckend durch die Perfektion des Resultats und die Schönheit der in ihrer ursprünglichen Farbigkeit wiedererstandenen Bilder.
«Mein persönlicher Höhepunkt am Festival [in Pordenone]: alle vier Episoden von Henri Fescourts Les Misérables. Eine breite Farbpalette mit ‹tinting› und ‹toning› verstärkte den epischen Rahmen dieser äusserst packenden Version von Victor Hugos Roman mit der herausragenden schauspielerischen Leistung von Gabriel Gabrio als Valjean.» (Brian Robinson, Sight&Sound, Dezember 2015)

«Victor Hugos fünfteiliges Hauptwerk von 1862, gegliedert in 365 Kapitel und 48 Bücher, ist mit seinen unerbittlichen Exkursen in Geschichte, Philosophie – sogar Architektur – der wohl weitläufigste Roman der Weltliteratur. Paradoxerweise ist er auch der am meisten verfilmte. Von den fast 50 Adaptationen dürfte Henri Fescourts Version die getreueste sein, im Narrativen, im Philosophischen, in ihrer Menschlichkeit und Moral. Das ist Victor Hugo.
Fescourt (1880–1956), einer der am meisten unterschätzten französischen Regisseure, hat dem Kino eine reiche und vielfältige Kultur gebracht. (…) Er formte Hugos Fünfteiler zu vier Episoden. Es ist vor allem Valjeans Geschichte – ein Mann kämpft, um sich zu befreien von der Entmenschlichung, die er erfahren hat durch Kerkerhaft und durch die gesellschaftliche Verurteilung wegen eines lange zurückliegenden Vergehens (er hatte Brot gestohlen für die hungernden Kinder seiner Schwester). Javert, Valjeans unnachgiebigem Gegenspieler, der blind das Gesetz aufrechterhalten will, wird die Erlösung verweigert. (…) Für Fescourt war die Erzählung immer die Hauptsache, aber die Story wird durch das Bild und die Schauspielkunst erzählt. Fescourt lässt die Geschichte und die Menschen wieder aufleben, die Hugo angetroffen hatte.» (Lenny Borger/David Robinson, Katalog Giornate del cinema muto, Pordenone 2015)

Drehbuch: Henri Fescourt , Arthur Bernède, nach dem Roman von Victor Hugo
Kamera: Raoul Aubourdier , Léon Donnot , Georges Lafont , Karémine Mérobian
Schnitt: Jean-Louis Bouquet

Mit: Gabriel Gabrio (Jean Valjean ), Jean Toulout (Javert ), Paul Jorge (Monsigneur Myriel ), Renée Carl (Mme Thénardier), Sandra Milowanoff (Fantine / Cosette ), Andrée Rolane (Cosette als Kind), François Rozet (Marius ), Paul Guidé (Enjolras ), Charles Badiole (Gavroche ), Georges Saillard (Thénardier ), Clara Darcey-Roche (Mlle Baptistine ), Suzanne Nivette (Eponine)

215 Min., tinted + toned, DCP, Stummfilm, franz. Zw'titel

Spieldaten


Vergangene Vorstellungen:
Sa.,
30.1.2016
19:00
Stummfilm mit Live-Begleitung von Martin Christ)