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Varieté
Ewald André Dupont (Deutschland 1925)

«Der ehemalige Trapezartist Huller verlässt Frau und Kind, um mit der jüngeren und verführerischen Berta-Marie nach Berlin zu gehen. Gemeinsam mit ihr erhält er ein Engagement im Berliner Wintergarten, wo sie im Trio mit dem Luftakrobaten Artinelli zur grossen Attraktion werden. Bis Huller bemerkt, dass Berta-Marie ihn mit dem Partner betrügt. (…) Die unverhohlene Schaulust, die Berta-Marie als Tänzerin provoziert, richtet Dupont aufs Artifizielle: Für Varieté liess er auch die ‹entfesselte› Kamera Karl Freunds Kunststücke zwischen Himmel und Erde vollführen.
Die digitale Restaurierung des Films erfolgte durch die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Filmarchiv Austria.» (Katalog Filmfestspiele Berlin 2015)
«In der Welt des Zirkus und des Varietés fand E. A. Dupont für seine Regiekunst den Stoff, aus dem er mit fast monomanischer Besessenheit in Hunderten von überraschenden Einstellungen die leblosen Dinge zum Sprechen brachte. (…) Die alte Geschichte vom Dreieckskonflikt, des zur Mordtragödie sich steigernden Dramas der Eifersucht, wird aber von den atmosphärischen Intentionen fast an den Rand gedrängt. Der Film ist ein einziger Strudel von Licht und Bewegung. (…) Die Kamera Karl Freunds wird zum subjektiven Reflex, sie wird zum Auge des Helden. (…) Die Kamera ist in unaufhörlicher Bewegung. Ihre ständige Beweglichkeit korrespondiert mit dem häufigen Wechsel der Gefühle, mit der Instabilität menschlicher Beziehungen. (…) Varieté wurde zum grössten deutschen Filmerfolg 1925.» (Fred Gehler, in: Deutsche Spielfilme von den Anfängen bis 1933, Berlin 1988)

Drehbuch: Leo Birinski, Ewald André Dupont, Nach dem Roman «Der Eid des Stephan Huller» von Felix Hollaender
Kamera: Karl Freund, Carl Hoffmann

Mit: Emil Jannings (Huller), Lya De Putti (Berta-Marie ), Maly Delschaft (Frau Huller), Warwick Ward (Artinelli), Georg John (Seeman ), Kurt Gerron (Hafenarbeiter ), Enrico Rastelli (Jongleur), Die drei Codonas

95 Min., tinted, Digital HD, Stummfilm, dt. Zw'titel

Spieldaten


Vergangene Vorstellungen:
Do.,
14.1.2016
20:45
Stummfilm mit Live-Begleitung von Günter A. Buchwald und Frank Bockius)