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Nashville
Robert Altman (USA 1975)

Nashville, die Hauptstadt der Countrymusik-Industrie, rüstet sich zum 200. Geburtstag der Vereinigten Staaten. Die Manager eines Präsidentschaftskandidaten gewinnen die populärsten Sänger für eine Wahl-Show, die eine dramatische Wendung nimmt.
Nashville ist der Film, mit dem der amerikanische Regisseur Robert Altman endgültig in den Olymp des Kinos aufgefahren ist.
«Wie revolutionär Robert Altmans Nashville bei seinem Erscheinen 1975 gewesen sein muss, kann man heute nur noch ahnen. Damals wagte noch kaum ein Regisseur Geschichten parallel zu erzählen, inzwischen hat man sich dank weiterer Filme Altmans und in seiner Nachfolge Paul Thomas Andersons oder Alejandro González Iñárritus an solche Erzählweisen gewöhnt. (...) Keine lineare Handlung wird aufgebaut, vielmehr folgt Altman 24 Figuren durch fünf Tage durch die Metropole der Country- und Western-Musik. Nur die Stadt verbindet alle Figuren, die sich mal zufällig, mal bewusst begegnen und manche treffen sich auch nie. (...) So werden eine Fülle privater Geschichten erzählt, aber gleichzeitig geht es in diesem als kritischer Gegenbeitrag zu den Jubelfeiern zum 200-jährigen Bestehen der USA angelegten Kaleidoskop immer um das Showbusiness und dessen Vermarktung, um den Versuch der Politik, die Musik und deren Stars für ihre Zwecke einzuspannen, und auch die Erschütterungen durch Vietnamkrieg, Watergate und der noch nicht überwundene Schock durch die Morde an John F. und Robert Kennedy sowie an Martin Luther King schimmern durch. (...) Furios ist, mit welcher Leichtig- und Selbstverständlichkeit Altman die Fülle der Figuren verknüpft, wie er sie einführt, bei einem grossen Crash auf dem Highway zusammenführt, dann ihre eigenen Wege gehen lässt und in der denkwürdigen Schlussszene beim Open-Air-Konzert wieder zusammenführt. Doch Nashville ist nicht nur ein Meisterstück des Schnitts und der Organisation der Szenen, sondern auch sensationell in seiner Arbeit mit dem Ton, der mit einem damals revolutionären Tonsystem mit acht Tonspuren aufgenommen wurde und immer wieder Songs und Dialoge überlappen lässt.» (Walter Gasperi, kultur-online.net)

Drehbuch: Joan Tewkesbury
Kamera: Paul Lohmann
Musik: Richard Baskin
Schnitt: Sidney Levin, Dennis M. Hill

Mit: David Arkin (Norman), Barbara Baxley (Lady Pearl), Ned Beatty (Delbert Reese), Karen Black (Connie White), Ronee Blakley (Barbara Jean), Geraldine Chaplin (Opal), Timothy Brown (Tommy Brown), Keith Carradine (Tom Frank), Shelley Duvall (L. A. Joan), Scott Glenn (Glenn Kelly), Jeff Goldblum (Dreirad-Mann), Lily Tomlin (Linnea Reese), Gwen Welles (Sueleen Gay), Allen Garfield (Barnett), Barbara Harris (Winifred)

159 Min., Farbe, 35 mm, E/d/f

Spieldaten


Vergangene Vorstellungen:
Do.,
27.8.2015
17:30
Mi.,
2.9.2015
20:30
So.,
6.9.2015
15:00