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Barry Lyndon
Stanley Kubrick (GB/USA/Irland 1975)

Barry, ein ebenso armer wie ambitiöser Ire aus der Provinz, will mit allen Mitteln in den englischen Adel aufsteigen. Durch die Heirat mit der reichen, verwitweten Lady Lyndon gelingt ihm dies, doch schon bald bringen ihn seine Verschwendungssucht und seine törichte Gier nach gesellschaftlichem Ansehen in eine katastrophale Lage.
«1975 wurde Barry Lyndon mit Gleichgültigkeit aufgenommen, doch heute wird er weithin als einer der besten Filme von Stanley Kubrick angesehen. Jede einzelne Einstellung deutet unverkennbar darauf hin, dass dies ein Kubrick-Film ist: technisch genial, emotional distanziert, unbarmherzig in seinem Zweifel an der menschlichen Güte. (...) Barry Lyndon muss einer der schönsten Filme überhaupt sein – doch steht die Schönheit nicht im Dienst der Emotion. Vor den prächtigen Schauplätzen spinnen die Figuren Intrigen und provozieren Skandale. (...) Barry Lyndon mag keine grossartige Unterhaltung im üblichen Sinn sein, doch er ist ein wunderbares Beispiel für Kubricks Vision.» (Roger Ebert, Great Movies, 9.9.2009)
«Stanley Kubrick entfaltet ein historisches Panorama mit einem Ausmass an Akkuratesse, Akribie und abenteuerlicher Schönheit, das im Kino kaum Parallelen hat. Tatsächlich entzieht sich die Geschichte vom Aufstieg und Fall des Barry Lyndon im Europa des 18. Jahrhunderts den üblichen Kategorien in einer viel tieferen Dimension. Nichts bietet Halt in diesem betörend und durchdringend kalt inszenierten Film, in dem die Genregrenzen Fallgruben, die Schlachten Gemetzel, die Duelle Orgien der Lächerlichkeit und die zurückweichenden Kamerafahrten Chiffren der Entzauberung und des Untergangs sind. Das barocke Europa als Totenreich, die Geschichte als Palast der Unerfülltheit, die Welt als Niemandsland.» (Harry Tomicek, Österreichisches Filmmuseum, 11/2002)

Drehbuch: Stanley Kubrick, nach «The Memoirs of Barry Lyndon» von William Makepeace Thackeray
Kamera: John Alcott
Musik: Leonard Rosenman
Schnitt: Tony Lawson

Mit: Ryan O'Neal (Barry Lyndon), Marisa Berenson (Lady Lyndon), Hardy Krüger (Capt. Potzdorf), Patrick Magee (Chevalier de Balibari), Steven Berkoff (Lord Ludd), Gay Hamilton (Nora Brady), Leonard Rossiter (Capt. Quin), Godfrey Quigley (Capt. Grogan), Arthur O'Sullivan (Capt. Feeny), Diana Koerner (Lieschen), Marie Kean (Barrys Mutter)

184 Min., Farbe, DCP, E/d

Spieldaten


Vergangene Vorstellungen:
Mo.,
13.7.2015
20:15
Mo.,
17.8.2015
17:30
Mi.,
19.8.2015
20:00
So.,
23.8.2015
15:00